Für den Versuch wandelte das Forscherteam den „Fremde-Situations-Test“ der Entwicklungspsychologin Mary Ainsworth ab, mit dem Wissenschaftler kindliche Bindungsmuster erforschen. Sie führten die Katzen samt Besitzern in ein Zimmer, das den Tieren unbekannt war. Nach einer Eingewöhnungsphase von zwei Minuten ließ die Bezugsperson das Tier zwei Minuten lang allein und kehrte anschließend wieder in den Raum zurück.
Rund 65 Prozent aller Katzen zeigten bei der Rückkehr ihres Herrchens oder Frauchens ein Verhalten, das die Forscher in Anlehnung an Ainsworths Test als „sicher gebunden“ interpretierten: Die Tiere suchten die Nähe der Bezugsperson und ließen sich von ihr streicheln, setzten dann aber auch relativ schnell ihre Erkundungstour durch den Raum wieder fort. Die übrigen Katzen waren den Daten der Forscher zufolge „unsicher gebunden“. Das äußerte sich etwa dadurch, dass die Tiere ihren Besitzern nach der Rückkehr gar nicht mehr von der Seite wichen – oder aber diese geflissentlich ignorierten.
Ein sehr ähnliches Ergebnis erhält man älteren Studien zufolge, wenn man den Test mit Hunden oder aber wie im Original mit Kleinkindern durchführt.