Mit Hilfe ihrer Krallen graben Kaninchen in freier Natur ihre Baue und nutzen sie dabei ab. Bei der üblichen Haltung kommt das Kratzen vielfach zu kurz und die Krallen wachsen zu stark heran. Irgendwann muss man ihnen helfen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Krallen kurz zu halten. Das Sinnvollste wäre ein genügend großer Auslauf, in dem sie nach Herzenslust graben und scharren können. Leider versuchen sie immer wieder, auf diese Weise zu entkommen, indem sie sich Fluchtwege graben.
Da Kaninchen eine bestimmte Krallenlänge brauchen, ist es nicht ganz einfach zu beurteilen, ob sie nun zu lang oder genau richtig sind. Am besten kann das ein Tierarzt oder ein Zoofachhändler beurteilen.
Sind die Krallen zu lang, kann man sie kürzen. Am besten lassen sich die Krallen mit einer Krallenzange aus dem Fachhandel kürzen, notfalls geht es auch mit einem Fußnagelknipser. Zumindest das erste Mal sollte das ein Experte vornehmen, der zeigt, wie man vorgeht. Das Kaninchen wird dazu im Schoß auf den Rücken gelegt, worauf es sich nach kurzem Sträuben in sein Schicksal fügt.
Beim Kürzen orientiert man sich an der längsten Kralle, nimmt sie als Messgröße und kürzt die anderen danach. Besonders fürsorgliche Tierhalter glätten die gekürzte Kralle noch mit ein paar Feilenstrichen. Für ein paar Monate hat das Kaninchen dann erstmal Ruhe.