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Kastration bei Ratten und Mäusen

zwei Rennmäuse

Mäuse und Ratten sind angenehme, leicht zu pflegende Heimtiere und besonders bei Kindern sehr beliebt. Da die meisten Nager gesellige Geschöpfe sind, brauchen sie immer einen Partner. Damit sich Mäuse und Ratten aber nicht unkontrolliert fortpflanzen, sollten Tierhalter rechtzeitig an die Kastration denken.

von Dr. Rolf Spangenberg

Abgesehen von Hamstern, die lieber alleine leben wollen, sind Nager gesellige Geschöpfe, die nicht allein gehalten werden sollten. Ratten brauchen immer einen Artgenossen, Rennmäuse sollten sogar in einer Gruppe gehalten werden.

Da sich Rattenmännchen- und weibchen am besten verstehen, sollten sie als Paar zusammen gehalten werden. Damit aber nicht ungewollt Nachwuchs kommt, sollten Halter die Böcke rechtzeitig von einem geübten Tierarzt kastrieren lassen.

Ein kleiner Eingriff für die Tiere

Der Eingriff ist auch bei den kleinen Mäusen kein Kunststück. Der Eingriff wird professionell unter Vollnarkose ausgeführt. Bei Rennmäusen – Gerbils - sind die Hoden besonders groß. Nach der Operation liegen sie fast kirschgroß auf dem Tisch. Die kleinen Wunden heilen aber schnell.

Bei Rennmäusen, die im Gegensatz zu Ratten in einer Gruppe gehalten werden müssen, ist noch etwas Besonderes zu beachten: Mitunter erkennen die Gruppenmitglieder nach dem Eingriff ihren Artgenossen nicht mehr wieder, weil er nicht mehr den gruppentypischen Geruch hat. Dann müssen die behandelten Tiere über einen längeren Zeitraum erst wieder neu in ihre Gruppe eingewöhnt werden.

Bei der Kastration von Ratten und Mäusen handelt es sich um keinen schwierigen Eingriff. Doch sollte man sich bei seinem Tierarzt vorher erkundigen, ob er auf die kleine Operation eingestellt ist. Nicht jeder Fachmann ist ja auf Kleinnager vorbereitet.


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