„Der Staat muss sich endlich seiner Verantwortung stellen, statt sich auf der Opferbereitschaft der ehrenamtlichen Tierschützer in den Vereinen und Tierheimen auszuruhen“, Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Eine Bundesregierung, die den Tierschutz ernst nimmt, muss zudem den Tierschutzorganisationen das Verbandsklagerecht einräumen, damit dem Staatsziel Tierschutz nach 16 Jahren endlich Rechnung getragen wird.“ Außerdem sollten aus Sicht des Verbandes dringende Themen, wie die Einführung eines Wildtierverbots in Zirkussen und die Einführung einer Positivliste – für Heimtiere, deren Haltung aus Tier- und Artenschutzsicht unbedenklich ist – angegangen werden.
Schon während der Sondierungsgespräche hatte der Deutsche Tierschutzbund ein Ministerium gefordert, das den Tierschutz auch im Namen führt. „Die Zeiten, in denen der Tierschutz als Feigenblatt im Landwirtschaftsministerium angesiedelt ist, müssen vorbei sein“, sagt Schröder. „Tierschutz ist Ehrenamt, Tierschutz ist Forschung, Tierschutz ist Umweltschutz, Tierschutz ist Artenschutz. Ein Koalitionsvertrag, der das nicht abbildet, wird nicht die Zustimmung der Tierschützerinnen und Tierschützer finden.“