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Ringstelle: Mini-Transponder sind gefragt!

Die ZZF Ringstelle hat im im Jahr 2021 fast 500 neue Kunden in ihre Datenbank aufgenommen. Insgesamt sind in der Ringstelle inzwischen 30.726 Kunden registriert. Bei den verschickten Artenschutzkennzeichen war dabei im letzten Jahr besonders bei Mini-Transpondern eine Steigerung zu beobachten: Hiervon verschickte die Ringstelle 296 Stück - achtmal so viele wie im Vorjahr.

Die ZZF Ringstelle hat im im Jahr 2021 fast 500 neue Kunden in ihre Datenbank aufgenommen. Insgesamt sind in der Ringstelle inzwischen 30.726 Kunden registriert. Bei den verschickten Artenschutzkennzeichen war dabei im letzten Jahr besonders bei Mini-Transpondern eine Steigerung zu beobachten: Hiervon verschickte die Ringstelle 296 Stück - achtmal so viele wie im Vorjahr. Der Mini-Transponder ist mit 1,4 x 8,5 mm ein Drittel kleiner als der normale Transponder/Mikrochip, erfüllt aber voll und ganz die technischen Anforderungen gemäß Bundesartenschutzverordnung.

Insgesamt hat die Ringstelle im letzten Jahr knapp 5.000 Sendungen bearbeitet und versendet. Im Einzelnen waren das 101.586 Ringe und 520 Transponder (mit Minitranspondern).

Die Ringstelle des ZZF vergibt im Auftrag des Bundesumweltministeriums Kennzeichen für insgesamt rund 1.000 Tierarten an Züchter, Händler, Tierparks und Zoos. Wer Tiere hält, die in Anlage 6 der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) aufgeführt sind, ist verpflichtet, diese mit einem artenschutzrechtlichen Kennzeichen zu versehen. Ringe für Vögel verschickt die Ringstelle nun bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten.

Mit der seit 2001 vorgeschriebenen Melde- und Kennzeichnungspflicht will das Bundesministerium den illegalen Handel mit geschützten Tierarten verhindern. Die Kennzeichen ermöglichen die direkte Zuordnung eines Tieres zu amtlichen Dokumenten, Meldeformularen und zu Aufzeichnungen. Die legale Herkunft lebender, kennzeichnungspflichtiger Tiere kann so durch den Besitzer lückenlos nachgewiesen beziehungsweise von den zuständigen Überwachungsbehörden nachvollzogen werden.

Die Ringstelle arbeitet mit den Veterinärämtern und den Artenschutzbehörden sowie mit dem Verein für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelschutz e.V. (AZ), dem Deutschen Kanarienzüchterbund (DKB) und der Vereinigung für Ziergeflügel und Exotenzüchter (VZE) erfolgreich zusammen.

Der Verkauf nichtamtlicher Ringe ist wegen des Wegfalls der Psittakose-Verordnung gegenüber 2020 zurückgegangen. Der ZZF empfiehlt aber, die Beringung auf freiwilliger Basis fortzusetzen.