Terrarientiere nehmen die Flüssigkeit für ihren Stoffwechsel je nach Art größtenteils aus ihrer Umgebung auf - in erster Linie über Haut, Atmung und über das Futter, aber teilweise auch über das Trinken. Das Wasser aus dem Organismus geben die Terrarientiere ebenfalls über die Haut und über die Atmung sowie über die Ausscheidung von Harn und Kot ab.
Bei einer dauerhaft zu geringen Luftfeuchtigkeit kann es schnell zu Problemen kommen. Ist die Luftfeuchtigkeit im Terrarium nicht optimal für die jeweiligen Tiere, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen wie zu Häutungsproblemen, Lungenkrankheiten oder Nierenschädigungen.
Verschiedene Zonen einrichten
Für die Tiere ist es also wichtig, dass im Terrarium die gleiche Luftfeuchtigkeit zur Verfügung steht, wie im natürlichen Habitat der Tiere. Das bedeutet aber nicht, dass ein und derselbe Wert im kompletten Terrarium vorherrschen soll: Besser ist es, feuchtere und trockenere Zonen einzurichten und die Tiere selbst wählen zu lassen, wo sie sich aufhalten wollen.
Der Optimalbereich muss dabei jedoch auf jeden Fall vorhanden sein. Auch in trockeneren Terrarien sollte eine Ecke dauerhaft feucht (nicht nass!) gehalten werden. Je nach Tierart sind tages- und jahreszeitliche Schwankungen zu beachten. Die zu den einzelnen Tierarten passenden Informationen sind im Zoofachhandel erhältlich.
Terrarien mehrfach am Tag besprühen
In der Regel werden kleinere Terrarien mehrmals täglich von Hand besprüht. Dabei sind besonders feine und einstellbare Sprühdüsen von Vorteil, eine normale Blumenspritze ist weniger. Zum Sprühen sollte immer lauwarmes, sauberes Wasser verwendet werden.
Größere Terrarien können mit automatischen Beregnungsanlagen oder leistungsstarken Verneblern mit einem separaten großen Wassertank feucht gehalten werden.
Feuchtigkeitsspeichernde Materialien helfen
Grundsätzlich ist es ratsam, das Terrarium bereits bei der Einrichtung zu testen, ob die erforderliche Luftfeuchtigkeit erreicht und aufrechterhalten werden kann. Wenn es im Terrarium dauerhaft zu trocken ist, entwickeln die Leuchtmittel möglicherweise sehr viel Wärme oder die Lüftungsflächen sind eventuell zu groß bemessen. Je nach den Ansprüchen der gepflegten Tierarten muss mehrfach täglich gesprüht werden bzw. die Sprühdauer angepasst werden. Unterstützend zum Sprühen sind besonders feuchtigkeitsspeichernde Materialien für den Bodengrund im Terrarium sinnvoll.
Messgeräte für die Luftfeuchtigkeit, sogenannte Hygrometer, sollten im Terrarium im Aufenthaltsbereich der Tiere angebracht sein und regelmäßig abgelesen werden. Die Messung an unterschiedlichen Stellen ist sinnvoll, um einen Überblick zu erhalten.