Nach einem Zahnbruch ist eine sorgfältige Untersuchung des Hundes notwendig. Hundehalter müssen klären, ob nur eine Spitze abgebrochen ist, oder etwa die Pulpahöhle (Wurzelhöhle) eröffnet wurde. Da dies ernste Konsequenzen haben kann, sollte man die Beurteilung im Zweifelsfall lieber einem Tierarzt überlassen. Was ist zu tun?
Ist „nur“ eine Spitze abgebrochen und der Wurzelkanal nicht verletzt, handelt es sich lediglich um einen hässlichen Schönheitsfehler. Das kann man einfach so akzeptieren oder von einem auf Zahnbehandlungen spezialisierten Tierarzt eine Aufbauplastik machen lassen. Das ist nicht einfach, erfordert meist mehrere Sitzungen und bringt Kosten mit sich.
Ein gezogener Zahn stört den Hund nicht
Wenn aber die Pulpahöhle (Wurzelhöhe) bei dem Bruch eröffnet wurde, kommt man um eine sorgfältige tierärztliche Behandlung nicht herum. Denn ohne entsprechende Maßnahmen ist eine Infektion des Zahnfaches nicht zu vermeiden. Man könnte beispielsweise den betreffenden Zahn komplett ziehen! Die zunächst offene Wunde heilt meist komplikationslos aus, zurück bleibt eine Lücke in der Zahnreihe. Die stört den Vierbeiner zwar nicht, wohl aber manche Besitzer.
Alternativ ist eine komplette Wurzelbehandlung fällig. Die Zahnwurzel wird abgetötet und die Öffnung die Mundhöhle verschlossen. Der Zahn wird dann meist überkront, wie beim Menschen. Das ist etwas aufwendig und die Behandlung wird unter Vollnarkose durchgeführt.
Zahnbruch vorbeugen
Um Zahnbrüche möglichst zu vermeiden, ist unbedingt darauf zu achten, beim Apportieren auf keinen Fall Steine oder harte Gegenstände verwendet werden. Beim leidenschaftlichen Spiel wird schon einmal kräftig hineingebissen und schon ist es passiert!