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Zookauf Inside : Gute Laune beim Branchentreffen

Die Firmenvertreter Anke Nagler, Stefan Knoop und Ulricht Strunk (v.l.) diskutierten mit Stefan Schlüter über Tiergesundheit. Foto: S. Gierok

Mehr Austausch, weniger Produkte – das war die neue Zielsetzung des diesjährigen „Zookauf inside“-Treffens in Hückeswagen. Zwei Tage bot die Zooma neue Ideen, Austausch und Inspiration für die Branche.

Rund 180 Teilnehmer – darunter Konzeptpartner, Kunden, Mitarbeiter, Vertreter der Industrie und der Presse – hatten sich für das Branchentreffen „Zookauf inside“ der Zooma-Kooperation in Hückeswagen angemeldet. Wetter und Stimmung waren am 29. und 30. September gleichermaßen gut, auch wenn die allgemeine Kaufzurückhaltung und stagnierende Tierpopulationen viel diskutierte Themen waren. 

Zooma-Geschäftsführer Adin Mulaimovic zeigte sich mit dem Jahresergebnis 2025 der 412 Partner sehr zufrieden, das er auf dem exklusiven Treffen der Konzeptpartner am Vormittag präsentierte. Darüber hinaus gab es Einblicke in das Werbekonzept 2026, das insbesondere auf digitaler Ebene verstärkt werden soll. 

Im Mittelpunkt von Zookauf inside standen jedoch die individuellen Gespräche mit den rund 45 Industrieausstellern. Wie sehr der persönliche Austausch dieses Jahr im Vordergrund stand, machte die Präsentationsform deutlich: „Alles was auf einen Stehtisch passt“, lautete die Devise für die Eigendarstellung der Firmen. 

Um den Dialog weiter zu beleben und zu inspirieren, fanden unter Moderation von Takefive-Geschäftsführer Stephan Schlüter zwei spannende Diskussionsrunden statt. Im ersten Talk setzten sich Dr. Stefan Knoop von der Futtermarke „Dr. Knoop“, Ulrich Strunk von Interquell und Anke Nagler, Gründerin von Q-Pet, mit „Prävention, Beratung , Sortiment – wie Tiergesundheit neue Potenziale erschließt“ auseinander. Begriffe wie „gesundes Altern“ oder „Longevity“ spielen nicht nur im Humanbereich eine wichtige Rolle, die Begriffe tauchen inzwischen auch bei Heimtierhaltern auf. Die drei Unternehmensvertreter waren sich einig, dass Tiergesundheit im Handel angekommen sei, Prävention und private Fürsorge – wie zum Beispiel regelmäßige Zahnpflege – eine bedeutendere Rolle in der Tierhaltung einnehme als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig solle man die Erwartungen nicht zu hoch hängen. Trotz gesunder Lebensweise und umfassender Präventionsmaßnahmen könnten nicht alle Beeinträchtigungen oder Krankheiten verhindert werden. Wichtig sei vielmehr, den Kunden Lösungen für ihre aktuellen Probleme zu liefern. 

Auch im zweiten Talk „Weniger Tiere, höhere Ansprüche – wie die Heimtierbranche weiter wachsen kann“ waren sich die Gesprächspartner Imke Nietfeld von Dr. Clauder, Christian Schneider von Finnern und Gordon Bonnet vom ZZF-Zentralverband der Heimtierbranche ziemlich einig: Selbst wenn die Populationen leicht rückläufig sind, gewinnt dafür das einzelne Tier sowie dessen Pflege und Versorgung an Bedeutung. Tierhaltung wird anspruchsvoller, Tiere habe den Stellenwert eines Familienmitgliedes, das Freude bereitet und nicht als Freizeitaktivität mit anderen Hobbys in Konkurrenz stehe. 

Mehr über den Branchentreff Zookauf inside in der November-Ausgabe des zza.