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Talkrunde auf der Zooevent : Perspektiven für die Heimtierhaltung


Experten aus Industrie, Handel und Verbänden diskutierten im Rahmen der Garten- & Zooevent 2015 aktuelle Fragestellungen, darunter auch wie die Rahmenbedingungen und Perspektiven für die Heimtierhaltung und den Zoofachhandel aussehen.

Der Branchentalk auf der Bühne der Zooma/zookauf-Gruppe startet am Messe-Samstag mit dem Thema „Rahmenbedingungen und Perspektiven für die Heimtierhaltung und den Zoofachhandel in Deutschland“. Diskussionsteilnehmer waren Lorenz Haut, Geschäftsführer des Bundesverbandes für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V. (BNA), Steffen Heeß, Lebendtiermanager Zooma/zookauf, Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF), Bernd Schmölzing, Inhaber und Geschäftsführer EFS und zugleich 1. Vorsitzender der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren e. V. (FLH) und Claas Sascha Züpke, Eigentümer und Geschäftsführer der Züpke GmbH.Sie alle waren sich darin einig, dass Lebendtiere ihre Besitzer glücklich machen, eine wichtige gesellschaftliche und soziale Rolle einnehmen und bescheinigten deshalb der Heimtierhaltung eine positive Zukunft. Steffen Heeß wies auf die Chancen hin, die der Fachhandel durch die fach- und artgerechte Beratung und Präsentation hat. Denn Heimtiere faszinieren Menschen nach wie vor.Klar wurde jedoch auch, dass das Thema Tier- und Artenschutz immer wichtiger wird. Heimtierhaltung insgesamt und die Aquaristik im Speziellen muss für die Kunden interessant bleiben, befand Bernd Schmölzing. Man müsse in Bezug auf Importverbote oder Positivlisten das nötige Augenmaß an den Tag legen, um sich selbst – und somit das Angebot für Heimtierhalter – nicht zu radikal einzuschränken. In diesem Kontext wiesen Lorenz Haut und Norbert Holthenrich auf die wichtige Rolle hin, die eine verantwortungsvolle Heimtierhaltung für den Artenschutz einnimmt. Das Problem bestehe in Tierbörsen, auf denen teilweise Missstände herrschten. Hier sei die Politik gefordert. Auch die Tierrechtsorganisation PETA war vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen des Lebendtierangebots im Baumarktsegment Teil der Diskussion. Die Teilnehmer befanden, dass ein konstruktiver Dialog mit guten Argumenten auf lange Sicht mehr Erfolgsaussichten bietet als ein offensives, feindseliges Verhalten. Eine Forderung an die Politik erhob Claas Sascha Züpke: Eine Vereinheitlichung EU-weiter Tierschutzstandards sei dringend notwendig, um die ungleiche Gemengelage in Europa auszugleichen.