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Internationale Pet Konferenz in Kopenhagen : Tierwohl und Lifestyle bewegen den Markt

Foto: Dähne Verlag/Thomas Götz

Eine bewegende Comeback-Geschichte, Marktentwicklungen und Mut zu neuen Ideen: Rund 160 Teilnehmer der Heimtierbranche trafen sich am 13. und 14. Oktober zur International Pet Konferenz in Kopenhagen.

Unter dem Motto „Pets, People, Progress – Developing the pet industry together“ führte Oliver Mengedoht, Chefredakteur von „Pet“ und „Pet worldwide“, durch das zweitägige Branchenevent. Es ging um Futtertrends, internationale Märkte, Tiergesundheit und künstliche Intelligenz.

Zum Auftakt zeigte Marco Hierling (Alpha Pet), dass hochwertiges Futter zum Standard wird: Nahezu 50 Prozent der Hundebesitzer und rund 36 Prozent der Katzenbesitzer bevorzugen es inzwischen. Pavel Bouska (Vafo Group) sieht die Zukunft deshalb nicht in mehr Petfood, sondern in mehr „Pet Wellbeing“, also im Wohlbefinden der Tiere. Wie sehr Tierhaltung zum Lebensstil gehört, zeigt der Norden Europas. Per Lausen (Eldorado) und Ellinor Persdotter Nilsson (Musti) beschrieben einen Markt, in dem funktionale Ernährung, Premium-Zubehör und die bestmögliche medizinische Versorgung gefragt sind. Musti zählt inzwischen 517 Geschäfte und will zu den drei führenden Anbietern in Europa aufsteigen.

Ganz persönlich wurde es mit Anthony Gallagher. Der irische Fachhändler schaffte nach dem Zusammenbruch seines Unternehmens den Wiederaufbau. Heute gilt seine Kette Petstop als größter unabhängiger Zoofachhandel Irlands. Themen waren außerdem die Unterstützung von Tierärzten durch Nestlé Purina Petcare, der Einsatz künstlicher Intelligenz bei MBB und Bewital, die Zukunft des Handels mit Tieren aus Sicht der European Pet Organisation sowie die Rolle internationaler Fachmessen. 

Weitere Referenten führten nach Südosteuropa, Südafrika und Südostasien. Berührend war der Beitrag des ukrainischen Herstellers Collar. Er entwickelt auch Produkte für Menschen mit Beeinträchtigungen, damit sie wieder ohne fremde Hilfe mit ihren Hunden leben können. 

Zum Abschluss ging es um alternative Proteine. Protix, Calysta und Marsapet waren sich einig: Insekten- und Fermentationsproteine lassen sich besser mit Geschichten vermitteln als nur mit wissenschaftlichen Argumenten. Und Benemeat, Hersteller von kultiviertem Fleisch, hat dieses bereits als Rohstoff für Heimtiernahrung von der EU zertifiziert lassen. Die Mengen für 2026 und 2027 seien bereits verkauft.

Außerdem wurden bei der „Wow“-Night am ersten Abend zwei Preise verliehen: Der „Best Newcomer Award“ ging an die polnische Firma Wildlove für „Joy & Toy“, eine Art Überraschungsei für Hunde. Zur „Personality of the Year“ wurde der irische Fachhändler Anthony Gallagher gekürt.

Einen ausführlichen Beitrag über die International Pet Konferenz lesen Sie in der November-Ausgabe des zza.