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ZZF-Symposium : Tierwohl aquatischer Heimtiere im Fokus

Das ZZF-Symposium vermittelt im November Erkenntnisse zu Fischen, Amphibien und Wirbellosen. Die Fachtagung des ZZF findet im Rahmen des bpt-Kongresses in Hannover statt.

Das Verständnis für Gesundheit und Tierwohl aquatischer Heimtiere hat sich in den letzten Jahren in der Gesellschaft signifikant erweitert. Damit gewinnt die tierärztliche Betreuung aber auch der Fachhandel als beratende Instanz zunehmend an Bedeutung.

Das ZZF-Symposium am 19. und 20. November 2026 greift diese Entwicklung auf: Mit seinem Programm „Amphibien, Fische & Wirbellose – aquatische Heimtiere“ vermittelt es aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und bringt außerdem praktische Erfahrungen aus Tiermedizin und Handel zusammen. Die Vorträge im Convention Center des Messegeländes in Hannover werden insbesondere Haltungsbedingungen, Tiergesundheit, sowie Aspekte zum Tierwohl beleuchten.

Die Fachtagung findet erneut im Rahmen des bpt-Kongresses statt, der vom 19. bis zum 21. November stattfindet. Der ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche lädt dazu gemeinsam mit dem Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT), dem Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) und dem Arbeitskreis „Zoofachhandel & Heimtiere“ der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) ein.

Passende Umweltparameter

Aquatische Heimtiere gelten oft als stille Begleiter – doch ihre Bedürfnisse sind durchaus anspruchsvoll, die passenden Umweltparameter für Tierwohl und -gesundheit entscheidend. Was Tierärzte und Halter über kranke Fische wissen müssen und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sie treffen sollten, erläutert Dr. Sandra Lechleiter, Fachtierärztin für Fische von Fischcare.

Für aquatische Arten liegen heute wesentlich mehr Studien vor. Lange wurde etwa kontrovers diskutiert, ob Fische überhaupt Schmerz empfinden oder nur reflexartig reagieren. Was sich daraus für die Haltung und das tierärztliche Handeln folgern lässt, erklärt Dr. Henrike Seibel von der Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte Medizintechnik. Dem Thema „Stress bei Fischen“ widmet sich Dr. Verena Jung-Schroers von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.

Meldepflichten und Maßnahmen

In einem Vortrag zu Tierseuchen zeigt Dr. Julia Bauer vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit den rechtlichen Rahmen mit Meldepflichten und Maßnahmen im Bereich des Handels auf.

Das „Heimtier des Jahres 2026“ und andere kleine Frösche stehen bei Professor Tobias Eisenberg vom Landesbetrieb Hessisches Landeslabor im Fokus. Sein Beitrag beleuchtet Haltung von kleinen Amphibien in Terrarien sowie Krankheiten bei Frosch- und Schwanzlurchen. Wie die Haltung von Molchen und Salamandern tiergerecht umgesetzt werden kann, führt Amphibien-Experte Jens Crueger vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde in seinem Vortrag aus. Lucas Müller spricht über Garnelen. Er betreibt mit Garnelentv seit 2010 einen der ältesten und bekanntesten Youtube Kanäle zur Aquaristik in Deutschland sowie einen Onlineshop.

Zentrale Rolle des Handels

Fast 70 Prozent der Heimtiere fürs Aquarium werden im Zoofachhandel oder beim spezialisierten Händler angeschafft, über 20 Prozent im Bau- und Gartenmarkt, wie aus der aktuellen Skopos-Studie des ZZF hervorgeht. Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle des Handels bei Auswahl, Beratung und Tierwohl. Was für Zierfischhandlungen aus Perspektive des betreuenden und amtlichen Tierarztes wichtig ist, veranschaulicht Dr. Stefanie Krohn vom Zoo Krefeld.

Für das Symposium werden wie jedes Jahr ATF-Stunden bei der Akademie für tierärztliche Fortbildung beantragt. Die Veranstaltung richtet sich an Tierärztinnen und Tierärzte ebenso wie an Mitarbeitende im Zoofachhandel oder in anderen Unternehmen der Heimtierbranche, die eine Bescheinigung erhalten, um ihre Weiterbildung zu belegen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 249 Euro pro Person ohne Übernachtung, für ZZF-Mitglieder 199 Euro. Das Programm ist online unter zzf-symposium.de abrufbar, die Anmeldung in Kürze über die Webseite des bpt-Kongresses möglich.

Hier geht es zum Programm des ZZF-Symposiums.