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ZZF-Delegiertentagung : Unter neuer Flagge auf zu neuen Routen

Die ZZF-Delegierten haben sich zur jährlichen Tagung getroffen. Während der Sitzung wurde deutlich, dass der Verband nicht nur die Interzoo als Erfolg der vergangenen zwölf Monate verbuchen darf.

Die Tagung ist für die Verbandsmitglieder eine Gelegenheit, auf das Verbandsjahr zurückzuschauen und auf die kommende Zeit vorauszublicken. ZZF-Präsident Norbert Holthenrich und ZZF-Geschäftsführer Gordon Bonnet berichteten den Anwesenden über Zustand und Arbeit des Verbandes. Passend zum Tagungsort in Hamburg bedienten sich die beiden dabei mariner Bilder.

Leuchtturm und Flaggschiff

So sei der Verband der Fels in der Brandung, der Branche ein Leuchtturm und Lotse, das Flaggschiff mit klarem Kurs und unter voller Fahrt. Nach der Namensänderung im vergangenen Jahr unter neuer Flagge wolle der ZZF ein Wegbereiter auf neuen Routen sein, so die beiden Hauptverantwortlichen. Um das zu verdeutlichen, hatten Holthenrich und Bonnet auch Zahlen und Fakten dabei. So hat sich beispielsweise die Mitgliederzahl des Verbandes mit einem Plus von 39 Prozent seit 2022 stark entwickelt.

Das Highlight des Verbandsjahres war die Interzoo im Mai, wo der ZZF als ideeller Träger auftrat und die ZZF-Tochtergesellschaft Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe (WZF) als Veranstalter. Neben der Weltleitmesse organisierte der Verband aber eine Vielzahl weiterer größerer und kleinerer Veranstaltungen, wie etwa das ZZF Forum der Heimtierbanche. Auch im Lobbying nahm er maßgeblich auf für die Branche wichtige Themen Einfluss, etwa auf europäischer Ebene beim Lieferkettengesetz oder der Entwaldungsverordnung.

ZZF-Präsident und -Geschäftsführer zeigten sich stolz über das in den vergangenen zwölf Monaten erreichte und lobten diesbezüglich auch das Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt im Verband.

Berichte aus verschiedenen Bereichen

Im Folgenden ging es in den Berichten weiter in die Tiefe: Die WZF-Bereichsleiterin Messen, Dr. Rowena Arzt, fasste nochmals die Interzoo zusammen. Die ZZF-Fachgruppenvorsitzenden sprachen über die Arbeit der vergangenen Monate und die aktuellen Herausforderungen der verschiedenen Bereiche, genau wie die Verantwortlichen in den verschiedenen Ausschüssen und Arbeitskreisen des Verbandes. ZZF-Kommunikationsleiterin Antje Schreiber hatte aktuelle Zahlen zum Heimtiermarkt nach Hamburg mitgebracht. An Schreibers Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion im Auditorium an.

Wie in der Seefahrt üblich, ging der Blick während der Tagung auch nach vorn in Richtung Horizont. Der Verband hat für die kommenden Monate wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen in Vorbereitung, etwa den Parlamentarischen Abend in Berlin im September, wo Branchenvertreter wieder mit der Politik ins Gespräch kommen werden.

Die Mitglieder der drei Fachgruppen Handel, Industrie sowie Heimtierzucht und -großhandel wollen sich auf einer gemeinsamen Herbsttagung austauschen und die gesamte Branche trifft sich beim ZZF-Forum der Heimtierbranche am 9. und 10. März des kommenden Jahres, diesmal in Leipzig. Für Hersteller von Hundeprodukten könnte die neue Spoga Dog powered by ZZF vom 30. Januar bis 1. Februar 2027 in Köln interessant werden.

Qualitätssiegel für den Zoofachhandel

Weiterhin beschlossen die Delegierten bei ihrem Jahrestreff, den Verbandsvorstand mit der Entwicklung eines Qualitätssiegels für den Zoofachhandel zu beauftragen. Auch soll der Vorstand nach Willen der Verbandsmitglieder Gespräche mit dem Verband für das Deutsche Hundewesen über eine strukturelle Zusammenarbeit aufnehmen.

Zu guter Letzt legten die Delegierten noch den nächsten Hafen fest: Zwar liegt München nicht direkt an der See, aber am 12. Juni 2027 steigt dort dennoch die jährliche ZZF-Delegiertenversammlung, die 79. und dann mit turnusgemäßen Vorstandswahlen.