Jemenchamäleons stammen ursprünglich aus dem Süden der arabischen Halbinsel, dort leben sie in Bäumen und Sträuchern und sind tagaktive Einzelgänger.
Für ein geeignetes Terrarium bedeutet das: Es muss ausreichend hoch sein und Äste haben, an denen es am besten reichlich Blätter gibt. Besonders die waagerecht ausgerichteten Äste suchen Chamäleons besonders gern auf.
Tiere sind stressempfindlich
Da die Tiere stressempfindlich sind, sollten Rück- und Seitenwände des Terrariums mit einem Sichtschutz versehen sein. Stickluft vertragen die Tiere nicht gut, daher muss das Chamäleon-Terrarium stets gut durchlüftet sein.
Im Zoofachhandel gibt es spezielle, auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtete Chamäleon-Terrarien.
Luftfeuchtigkeit und Temperatur
Eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 90 Prozent ist ideal für ein Chamäleon, bei Lufttemperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius. An mindestens einem Wärmeplatz brauchen die Tiere 40 Grad. Denn: Jemenchamäleons sind Sonnenanbeter. Eine starke Tageslichtlampe mit hohem UVB-Anteil, mit einem Schutzkorb gesichert gegen direkten Kontakt mit den Tieren, gehört also unbedingt zur Grundeinrichtung des Terrariums, damit die Tiere lange fit und gesund bleiben. In der Nacht sollten die Temperaturen im Terrarium auf etwa 20 Grad absinken.
Im Sommer können Halter ihr Chamäleon in einem speziellen Gazeterrarium nach draußen bringen, wo die Tiere dann Luft und Sonne genießen.
Trink- und Essgewohnheiten
Wasser nehmen die Tiere als Tautropfen auf - im Zoofachhandel gibt es dafür spezielle Tropfentränken, Pipetten oder Beregnungsmechanismen. Natürlich kann das Wasser auch auf Terrarienscheiben und Pflanzen gesprüht werden, die Tiere lecken es dann auf.
Im Futternapf landen Insekten wie Heimchen, Grillen oder Schaben, die das Chamäleon mit der langen Schleuderzunge erbeutet. Außerdem brauchen die Tiere eine ergänzende Calcium- und Vitaminversorgung.
Farbspiel dient der Kommunikation
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Tiere beträgt fünf bis sieben Jahre.
Das Farbspiel der Tiere dient übrigens nicht der Tarnung, sondern in erster Linie der Kommunikation. Farbwechsel oder Musterung verraten, ob das Tier aufgeregt oder gestresst ist, aber auch Paarungsbereitschaft oder Trächtigkeit zeigen sie an.