Der Tierversicherungsspezialist hat knapp 35.000 Katzennamen ausgewertet. Unter den Kätzinnen führt „Luna“ mit 598 Nennungen das Ranking an, gefolgt von „Nala“ (489 Nennungen) und „Lilly“ (357 Nennungen). Bei den Katern liegt „Simba“ mit 446 Nennungen vorne, weit vor „Leo“ (251 Nennungen) und „Sammy“ (248 Nennungen).
Zwei Namen, eine Bedeutung: Die beiden beliebtesten Katernamen „Simba“ und „Leo“ bedeuten beide „Löwe“, haben aber ganz unterschiedliche Ursprünge. „Leo“ ist lateinisch und seit der Antike als Vorname gebräuchlich, während „Simba“ dem Swahili entstammt und durch den Disney-Film „Der König der Löwen“ weltberühmt wurde. Diesem Klassiker verdankt übrigens auch der weibliche Katzenname „Nala“ sein Ranking: Er belegt Platz 2 der beliebtesten Katzennamen für Weibchen. So haben „Simba“ und „Nala“ in deutschen Wohnzimmern wieder zusammengefunden.
Der Einfluss von Geschichten auf Katzennamen zieht sich weit durch das „Top-10“-Ranking. „Felix“ ist einer der ältesten Zeichentrickkater der Geschichte, während Findus auf den frechen Kater der Kinderbuchreihe „Pettersson und Findus“ von Sven Nordqvist zurückzuführen ist. „Loki“ ist der nordische Gott der Täuschung – ziemlich passend für einen Kater, der seine menschlichen Mitbewohner regelmäßig um den Finger wickelt. „Merlin“, der legendäre Zauberer der Artussage, und „Balu“, der gemütliche Bär aus „Das Dschungelbuch“, machen das literarische Ensemble komplett.
Die hinteren Plätze sind ein wahrer Streifzug durch die Popkultur: „Garfield“, der legendäre Comic-Kater mit unstillbarer Lasagne-Leidenschaft, dient genauso als Namenspate wie „Chewbacca“ aus dem „Star Wars“-Universum. „Toulouse“ aus „Aristocats“, „Figaro“ aus „Pinocchio“ und der hinterlistige „Lucifer“ zeigen: Die Welt der Film- und Zeichentrickklassiker bietet jede Menge Namensinspirationen.
Was die beliebtesten Katzennamen verbindet
Die Beliebtheit kurzer Namen ist kein Zufall. Wer die Top-10-Listen durchgeht, stellt fest: Fast alle Namen enden auf einen Vokal: „Luna“, „Nala“, „Mia“, „Bella“, „Mimi“ bei den Weibchen, „Simba“, „Leo“, „Balu“, „Loki“, „Charly“ bei den Männchen.
Die Top-10-Namen für Katzendamen folgen einem eindeutigen Muster: Alle sind zweisilbig und klingen ausgesprochen melodisch. Auffällig viele Namen tragen zudem ein weiches „L“ wie in „Luna“, „Nala“, „Lilly“, „Bella“, „Mila“. Ein hoher Niedlichkeitsfaktor und Charme scheinen bei weiblichen Katzennamen ebenso hoch im Kurs zu stehen: Im weiteren Ranking finden sich verspielte Namen wie „Pünktchen“, „Flöckchen“ oder „Mausi“ sowie der elegant anmutende „Minou“, was auf Französisch schlicht „Kätzchen“ bedeutet.
Dass Katzen ihren Namen ignorieren, liegt selten daran, dass sie ihn nicht kennen, sondern daran, dass sie gerade etwas anderes vorhaben. Tatsächlich sind Katzen nachweislich in der Lage, menschliche Laute wahrzunehmen und ihren Namen zu erkennen. Wer möchte, dass seine Katze zuverlässig reagiert, sollte bei der Namenswahl nachhelfen: Helle Endvokale wie „a“, „i“ oder „e“ seien für Katzenohren besonders gut verständlich. Kurze Namen mit weichen Konsonanten bleiben am leichtesten im Gedächtnis. Wer mehrere Katzen hält, sollte außerdem darauf achten, dass sich die Namen klanglich klar voneinander abgrenzen.