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Dürfen Katzen Kuhmilch trinken?

Futter

Es ist ein weitverbreiterter Mythos: Katzen schlabbern gerne Kuhmilch. Doch ist die Milch ungesund für die Tiere, denn ihr empfindlicher Magen verträgt sie sehr schlecht. Katzenhalter sollten deswegen darauf verzichten, ihren Stubentigern Kuhmilch zu geben. Was macht die Milch so ungesund für die Tiere und welche Alternative gibt es?

von Dr. Rolf Spangenberg

Zunächst einmal: Menschen sind die einzigen Säugetiere, die zwar nicht grundsätzlich, doch in überwiegender Anzahl die Milch anderer Säugetiere mögen und gut vertragen. In unseren Breiten gilt das besonders für die Milch von Kühen, Schafen und Ziegen.

Auch Katzen geben Milch und säugen damit ihre Jungen. Doch wie ist es mit Kuhmilch? Nahezu alle Katzen vertragen diese schlecht, sie bekommen nach dem Genuss Magen- Darmprobleme. Das liegt an dem Milchzucker, der Laktose, den sie nicht verdauen können. Das ist allerdings – wie immer – eine Mengenfrage. Eine kleine Menge, etwa eine Untertasse, der Boden knapp bedeckt, das wird schon toleriert. Es ist ja keine Allergie.

Katzen können Süßes nicht schmecken

Doch mögen Katzen überhaupt Milch? Keineswegs alle. Die geringe Süße bemerken sie überhaupt nicht, denn Süßes können Katzen nicht mal schmecken. Vielleicht haben die Menschen sie nur auf den Geschmack gebracht. Etwas anders sieht es schon mit Sahne aus. Diesen Geschmack schätzen sie und lecken eifrig daran. Sahne enthält weniger Milchzucker als reine Milch, wird also auch besser vertragen. Gleiches gilt für viele Milchprodukte, wie Quark, Joghurt oder Käse. Wobei – wie immer – die Geschmäcker der Katzen sehr verschieden sind.

Wer ganz sicher gehen will und eine Katze pflegt, die gerne Milch mag, kann im Zoofachhandel spezielle Katzenmilch kaufen. Die hat einen weitgehend reduzierten Laktosegehalt. Unbedingt zu beachten ist aber: Milch enthält allerhand Kalorien und besitzt daher einen nicht zu vernachlässigen Nährwert. Eine Katze, die "gut im Futter steht" sollte besser gar keine Milch bekommen.