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Futter für Welpen: Worauf Hundehalter achten sollten

Futter
Schwarzer Labrador-Welpe

Im Alter von acht bis zwölf Wochen ziehen junge Hunde vom Züchter in ihr neues Zuhause. Dort begrüßt man sie mit großer Liebe und Zuneigung. Für die Tiere heißt der Umzug aber auch: Sie kommen aus der gewohnten Gruppe ihrer Geschwister und der Fürsorge ihrer Mutter in eine völlig neue Umgebung. Diese müssen sie erstmal erkunden. Neben der Frage, wo sie schlafen, spielen und toben können, ist vor allem eines wichtig: Welches Futter bekommen Welpen?

von Dr. Rolf Spangenberg

Kommen die jungen Hunde in ihr neues Zuhause, strömt eine Fülle neuer Eindrücke auf sie ein. Sie müssen sich mit der Einsamkeit, den neuen Gerüchen (!) und der unbekannten Umgebung auseinandersetzen. Doch ihre Neugier hilft ihnen über das Heimweh hinweg.

Verständnisvolle Hundehalter machen es ihrem neuen vierbeinigen Familienmitglied zudem möglichst leicht - sie zeigen und erklären ihm, was erlaubt und was unerwünscht ist. Dies möglichst klar und eindeutig, ohne unverständliche Ausnahmen, die den kleinen Hund nur verwirren würden. Auch wenn für die Welpen alles neu ist, eines darf sich zunächst nicht für sie ändern: das Futter.

Das gleiche Hundefutter verwenden

Ob Barfen, Trocken- oder Dosenfutter, viele Hundehalter haben bestimmte Vorlieben. Aber es gibt eine Grundregel: Zumindest in den ersten Wochen im neuen Heim sollte der Welpe genauso gefüttert werden, wie beim Züchter. Deshalb ist es wichtig, sich zu erkundigen, was das Tier dort bekam. Sogar bei der gleichen Handelsfuttersorte sollten die neuen Hundebesitzer bleiben, selbst wenn sie nicht mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen sollte!

Manchmal schüttelt der neue Halter den Kopf, wenn er von geschabtem Rinderfilet, Dosenfisch oder was auch immer hört, doch – bitte das Gewohnte reichen, sonst kann es Probleme mit der empfindlichen Verdauung geben. Man sollte Vertrauen zum Züchter haben, der seine Tiere schließlich genau kennt.

Langsam die Ernährung umstellen

Erst langsam und schrittweise kann man dann auf die Ernährung wechseln, die den Welpen über die Phase des Junghundes zu der des erwachsenen Tieres führt. Grundsätzlich sind kleine Rassen, die relativ langsam wachsen unproblematischer als große, womöglich Riesenrassen.

Was ist bei großen Hunden zu beachten? Es besteht die Gefahr, dass sie zu schnell an Gewicht zulegen, bevor das Knochengerüst die dafür erforderliche Stabilität gewonnen hat. Deshalb wird immer empfohlen, diese Welpen zurückhaltend/restriktiv zu ernähren. Doch das ist nur zum Teil richtig. Das Verhältnis zwischen Eiweiß und Mineralstoffen im Futter muss stimmen, man will sie ja nicht hungern lassen. Wie ist das zu erreichen?

Ein Futterplan vom Tierarzt kann helfen

Es gibt viele Bücher über die richtige Hundeernährung, doch die sind nicht immer leicht zu verstehen. Der erste Ratgeber sollte immer der Züchter sein, von dem der Welpe kommt, er kennt seine Rasse schließlich. Bei dem ideellen und materiellen Wert des Welpen lohnt es sich durchaus, einen Futterplan vom Tierarzt ausarbeiten zu lassen.

Bitte bedenken: Wenn erst einmal Schäden am Skelett aufgetreten sind, lassen die sich kaum noch „reparieren“. Deshalb muss der noch unerfahrene Welpenbesitzer alle Sorgfalt darauf verwenden, seinen Junghund möglichst optimal aufzuziehen. Dazu zählt, dass Hundebesitzer auf keinen Fall eigene Vorstellungen über die „richtige“ Ernährung durchsetzen wollen!