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Josera : „Unser Fokus liegt auf partnerschaftlichem Wachstum“

Futter
Stephan Hoose. Foto: Erbacher

Stephan Hoose ist CEO bei Josera Petfood und Mitglied des Leadership Boards Sales und Markets bei Erbacher the food family. Im Interview blickt er auf die Interzoo und den Markt für Heimtiernahrung.

zza: Die Interzoo steht vor der Tür – worauf freuen Sie sich persönlich besonders? 
Stephan Hoose: Ich freue mich ganz besonders darauf, unseren neuen B2P-Ansatz auf der Interzoo mit Leben zu füllen. Das „P“ steht dabei für Pets, Partners und Planet – drei Aspekte, die wir bei Josera konsequent gemeinsam denken. Im Mittelpunkt steht für mich der persönliche Austausch: Ideen teilen, Feedback aufnehmen und gemeinsam mit Branchenkollegen die Zukunft der Heimtierbranche gestalten. Die Interzoo bietet dafür die ideale Plattform.

zza: Was bringt Josera mit nach Nürnberg? Was können Sie uns diesbezüglich schon verraten?
Hoose: Wir reisen mit zahlreichen Innovationen nach Nürnberg, die alle unserem B2P-Ansatz folgen. Dazu zählen neue Super-Premium-Produkte für Hunde und Katzen, insbesondere unsere neuartige High Protein Linie, die dem Trend einer proteinreichen und gesunden Ernährung folgt. Auch die Weiterentwicklung unserer beliebten Josera „Meat Lovers“-Nassfutter Linie stellen wir vor. Besonders gespannt sind wir auf das Feedback zum Relaunch unserer Marke „Green Petfood“, bei der wir Geschmack und Zukunftsfähigkeit miteinander kombinieren. Darüber hinaus geben wir Einblicke in unsere hohen Qualitätsstandards, unsere Partnerschaften und unser Verständnis von Verantwortung. Wer Interesse hat, findet uns in Halle 1, Stand 1-338.

zza: Wohin entwickelt sich aktuell der Heimtiermarkt in Deutschland und international? 
Hoose: Die Entwicklung des Heimtiermarkts ist vielschichtig. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage greifen Endkunden verstärkt zu Premium- und Preiseinstiegsprodukten. Während die Hundepopulation stabil bleibt, verzeichnen wir bei Katzen ein leichtes Wachstum. International wachsen die Märkte ebenfalls moderat. Ein entscheidender internationaler Treiber ist der gesellschaftliche Wandel: Immer mehr Tierhalter betrachten ihre Tiere als vollwertige Familienmitglieder und investieren entsprechend in deren Wohlbefinden, Qualität und Super-Premium-Produkte.

zza: Wie geht Josera damit um, wie wollen Sie wachsen?
Hoose: Diese Entwicklung bestätigt uns in unserem strategischen Kurs. Josera ist Teil der Erbacher the food family – ein familiengeführtes, international agierendes und zukunftsorientiertes Unternehmen. Unser Fokus liegt auf nachhaltiger Produktion, höchster Qualität und partnerschaftlichem Wachstum in über 80 Märkten weltweit. Dafür investieren wir in moderne Standorte, stärken unsere Präsenz in den wichtigsten Fokus-Regionen und entwickeln unser Premium-Portfolio kontinuierlich weiter, um Handel, Tiere und Halter langfristig zu begeistern.

zza: Die Weltlage ist derzeit mindestens kompliziert. Welche Auswirkungen hat das auf Ihr Geschäftsfeld? Wie entwickeln sich beispielsweise die Preise für Rohstoffe?
Hoose: Die aktuelle Weltlage bringt spürbare Herausforderungen mit sich, insbesondere volatile Rohstoffpreise sowie steigende Energie- und Logistikkosten. Dennoch bleibt die Nachfrage stabil, da Tierhalter auch in unsicheren Zeiten nicht bei ihren Lieblingen sparen möchten. Einige Rohstoffe verzeichnen derzeit eine explosionsartige Preisentwicklung. Ich hoffe sehr, dass alle kriegerischen Handlungen bald ein Ende finden, denn andernfalls sehen wir uns gezwungen, Preiserhöhungen an unsere Kunden weiterzugeben.

zza: Welche Trends sehen sie im Segment der Heimtiernahrung? Was wollen Tier und Halter?
Hoose: Wir beobachten zwei klare Trends: Zum einen sehen wir den Trend zu Super-Premium-Produkten, zum anderen die funktionale Ernährung. Tierhalter möchten genau wissen, was im Napf landet – sie erwarten Transparenz, natürliche Zutaten und Produkte, die individuell auf das Tier abgestimmt sind. Dabei spielen Lebensphase, Größe und spezielle Bedürfnisse eine wichtige Rolle. Auch Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für die Tiere selbst zählt am Ende vor allem, dass das Futter schmeckt und ihre Gesundheit fördert.

zza: Wie möchte sich Josera als Marke in dem breiten Wettbewerb behaupten?
Hoose: Der Wettbewerb ist intensiv, bietet aber auch viele Chancen. Wir differenzieren uns durch unsere „Germany Quality“, unsere Innovationskraft und unseren klaren B2P-Ansatz. Das bedeutet eine konsequente Ausrichtung auf das Tierwohl, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Handel sowie Verantwortung für Umwelt und Ressourcen. Als Teil von Erbacher the food family verbinden wir Tradition mit internationaler Stärke und bleiben dabei authentisch und nahbar.

zza: Ein Blick in ihre Glaskugel: Wo sehen sie Josera in fünf Jahren und wie wollen Sie dorthin gelangen?
Hoose: In fünf Jahren sehe ich Josera als klar positionierte, international etablierte Super-Premium-Marke, die für Qualität, Verantwortung und echte Nähe zum Markt steht. Unser Ziel ist es, in unseren Kernregionen zu den relevantesten Marken im Handel zu gehören und gleichzeitig neue Wachstumsmärkte erfolgreich zu erschließen. Unser Anspruch ist es jedoch nicht nur zu wachsen, sondern die Branche aktiv mitzugestalten – mit Produkten und Lösungen, die messbar zur Gesundheit von Tieren und zur Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette beitragen.