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Insolvenz in Eigenverwaltung : Schecker muss sanieren

In der Eigenverwaltung bleibt die Schecker-Geschäftsführung Vicki Janssen (l) und Ralf Bents (r.) im Amt und wird durch Rechtsanwältin Christin Malsch und Rechtsanwalt Dr. Hendrik Nowak als Generalbevollmächtigte unterstützt. Foto: Schecker

Der Online-Händler Schecker hat am 22. Juni einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Das zuständige Amtsgericht sieht fundierte Sanierungsaussichten.

Das Amtsgericht in Aurich folgte dem Antrag und bestellte Rechtsanwalt Christian Hanken von der Kanzlei Hanken Meyer und Partner als vorläufigen Sachwalter für die Gläubiger des Heimtierunternehmens. In der Eigenverwaltung bleibt die Schecker-Geschäftsführung Vicki Janssen und Ralf Bents im Amt und wird durch Rechtsanwältin Christin Malsch und Rechtsanwalt Dr.  Hendrik Nowak von Heidemann Küthe Rechtsanwälte in der Rolle der Generalbevollmächtigten unterstützt.

„Schecker beliefert seine Kundinnen und Kunden in ganz Europa weiterhin zuverlässig“, erklärt Nowak. „Unser Ziel ist es, die Weichen für eine stärkere digitale und Omnichannel-orientierte Präsenz für Premium-Lebensmittel im Heimtierbereich zu stellen. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung können wir eine Dynamik entwickeln, um Schecker strukturell zu stärken, digital weiterzuentwickeln und die Zukunft des Unternehmens im Interesse unserer Kundinnen und Kunden zu gestalten.“

„Operativ gilt es jetzt, das Produktportfolio zu optimieren und uns dabei auf margenstarke Produkte zu konzentrieren“, erläutert Malsch. „Vor allem müssen wir konsequent auf Apps, personalisierte Angebote und kanalübergreifende Loyalty setzen, um zusätzliche Umsätze zu erzielen“.

Schecker wurde 1961 von Dr. Heinz Schecker gegründet und wuchs in den folgenden Jahrzenten zu einem führenden Versandhändler für Hundebedarf in Deutschland. Von Anfang an setzte das Unternehmen auf den Katalogversand, erweiterte jedoch frühzeitig auf einen Online-Shop. 2004 übernahm Heinrich Böden die Firma, der sie 2025 an Janssen und Bents übergab. Vom Stammsitz im ostfriesischen Südbrookmerland aus beliefert das Unternehmen mit insgesamt knapp 100 Beschäftigten den stationären Einzelhandel, Online-Plattformen sowie individuelle Kundinnen und Kunden im gesamten europäischen Markt.