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Bewital Petfood : Direktbelieferung statt Großhandel

Der Futtermittelhersteller Bewital Petfood wird zum 1. April 2026 die Belieferung des Fachhandels direkt ab Werk vornehmen.

Investitionen in Logistik und das Team sollen die Versorgung und den Service absichern.

Der Exklusivgroßhandel war bei Bewital Petfood über viele Jahre ein fester Bestandteil der Vertriebsorganisation. Nach Angaben des Unternehmens war die Konzentration auf ausgewählte Marken ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Wachstum und Markenaufbau. Aufgrund tiefgreifender Veränderungen in Handel und Logistik stellt Bewital nun die Weichen neu: Bis zum 1. April 2026 wird die Umstellung des Großhandelssystems abgeschlossen sein, sodass das Unternehmen den Fachhandel in Deutschland mit den Marken „Belcando“, „Leonardo“, „Bewi Dog“, „Bewi Cat“ und „Dogland“ nur noch direkt ab Werk beliefern wird.

Für die Umstellung nennt das Unternehmen mehrere Gründe:
· Höhere Anforderungen an Flexibilität und Versorgung: Fachhändler erwarten zunehmend schnelle, flexible und zuverlässige Lieferungen. Künftig wird bereits ab 100 Euro Warenwert frachtfrei geliefert. 
· Wachsende Sortimentsvielfalt: Die Nachfrage nach einer größeren Produktbreite steigt. Viele Großhändler konnten das vollständige Sortiment zuletzt nicht mehr dauerhaft in ausreichender Tiefe bevorraten.
· Digitaler Datenaustausch: Kooperationen und Einkaufsgemeinschaften fordern zunehmend einen durchgängigen digitalen Datenaustausch. Über eine Vielzahl von Großhändlern ist dies in der erforderlichen Form nicht verlässlich darstellbar.
· Bessere Markentransparenz: Um Marken konsequent und partnerschaftlich zu führen, möchte der Hersteller besser nachvollziehen können, welche Fachhändler welche Produkte führen.

„Es ist mir persönlich wirklich schwergefallen, so langjährige und gute Geschäftsbeziehungen aufzugeben“, beschreibt Geschäftsführer Dr. Jürgen Wigger die Ausgangslage. Insgesamt waren bislang 18 Großhändler in Deutschland für Bewital tätig. Wigger betont, dass er sich persönlich darum bemüht habe, für jeden einzelnen Partner eine faire Lösung zu finden – unter anderem durch die Übernahme von Mitarbeitenden oder durch neue Beschäftigungsmodelle.

Um eine langfristig stabile Direktbelieferung sicherzustellen, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben erheblich in Logistik und Vertrieb investiert. So wurde 2025 ein neues Lager erworben und die logistischen Prozesse umfassend umgestellt. Zusätzlich wurden mehr als 30 neue Mitarbeitende in Logistik und Verkaufsinnendienst eingestellt. „Das war am Anfang nicht alles perfekt. Aber mittlerweile klappt es immer besser“, so Wigger. Auch Vertriebsgeschäftsführer Bernd van der Linde unterstreicht die Zielsetzung: „Wir investieren, weil wir der beste Partner des Fachhandels werden möchten.“

Das Unternehmen zeigt sich überzeugt, dass die Umstellung den Absatz in Deutschland stärken wird. „Die ersten Großhändler haben wir bereits vor sechs Jahren übernommen und auf die direkte Belieferung umgestellt. In diesen Gebieten haben wir in den letzten Jahren das stärkste Wachstum gesehen“, erläutert Verkaufsleiter Reinhard Vorholzer. Zugleich betont er: „Wir informieren jeden Fachhändler rechtzeitig, um eine zuverlässige Lieferung sicherzustellen.“