Zum 25. Jubiläum blickt der bundesweit erste Verein dieser Art auf eine beeindruckende Bilanz zurück: Sie haben Dutzenden Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten zu einem vierbeinigen Assistenten verholfen – und damit zu mehr Mobilität und Lebensqualität. Dafür wurde ‚Hunde für Handicaps‘ sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Der riesige Gewinn an persönlicher Freiheit ist typisch für die Möglichkeiten, die ein ausgebildeter Assistenzhund bietet. „Türen öffnen, Socken ausziehen, Lichtschalter drücken und vieles mehr – ein gut trainierter Hund kann seinen Menschen genau dort unterstützen, wo eine Behinderung oder chronische Krankheit für Einschränkungen sorgt“, sagt Sabine Häcker, Vorstandsmitglied von ‚Hunde für Handicaps‘ und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, das sie 2015 stellvertretend für den ganzen Verein angenommen hat.
Seit seiner Gründung im Mai 1991 hat ‚Hunde für Handicaps‘ mit Spendengeldern rund 90 Welpen gekauft, um sie bei Eignung als Assistenzhunde auszubilden. „Damals war es gesellschaftlich völlig undenkbar, dass ein behinderter Mensch einen Hund hält, geschweige denn ihn selbst trainiert und ausbildet“, sagt Häcker. „Heute könnten sich die meisten Assistenzhundhalter ein Leben ohne ihr Tier nicht mehr vorstellen.“ Insgesamt haben die Vereinstrainer, die zum Teil selbst eine Behinderung haben und mit Assistenzhund leben, mehr als 100 Hunde trainiert. 37 Mensch-Hund-Teams haben die Abschlussprüfung zum Assistenzhund-Team bestanden. Die Prüfung wird inzwischen von Sachverständigen abgenommen, die von der IHK-Potsdam zertifiziert wurden.
Am 21. Mai 2016 kommen viele der Vereinsmitglieder und Hundehalter mit ihren Tieren bei der großen Jubiläumsfeier in Berlin zusammen. Ein Höhepunkt wird die Preisverleihung des Wettbewerbs „Das Goldene Team“ sein, der erstmals beeindruckende Hilfeleistungen von Assistenzhunden ehrt. Weitere Informationen gibt es unter www.das-goldene-team.de.