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Kampagne gegen Importverbot : „Rette den Artenschutz!“

Illustration: VDA

Der Verband Deutscher Vereine für Terrarien- und Aquarienkunde sammelt seit Kurzem Geld und Stimmen im Internet. Hintergrund ist die Diskussion im Bundesrat über ein Importverbot für Wildtiere.

Am Freitag, 5. November, steht im deutschen Bundesrat eine Diskussion auf der Tagesordnung, die in den vergangenen Tagen einen Aufschrei in der Heimtierbranche verursacht hat. Wie der zza berichtete, will das Gremium dann über einen sogenannten Entschließungsantrag sprechen, der für die Heimtierbranche Sprengstoff darstellt. Darin geht es um nichts Geringeres als ein pauschales Importverbot von Wildtieren.

Sollte dieser Antrag im Bundesrat eine Mehrheit finden, hätte er zwar zunächst keine rechtliche Relevanz. Mit solchen Entschließungsanträgen kann der Bundesrat im deutschen Bundestag aber ein Gesetzgebungsverfahren ins Rollen bringen.

Zucht schützt

Der Verband Deutscher Vereine für Terrarien- und Aquarienkunde (VDA) hat deshalb eine Kampagne im Internet gestartet mit dem Ziel, dieses Unterfangen frühzeitig zu stoppen und ein pauschales Importverbot von Wildfängen zu verhindern. Der VDA sieht den Import und die Zucht in Deutschland als potentes Mittel gegen das globale Artensterben. Neben dem Schutz der Habitate sei die Erhaltungszucht in Menschenhand wichtig, um Arten vor dem Aussterben zu bewahren.

Auf der Seite www.rette-den-artenschutz.de klärt der Verband darüber auf, welche Rolle die Nachzucht für den Artenschutz spielt. Mit einem Klick können Interessierte eine E-Mail an die Mitglieder des Bundesrates in den einzelnen Bundesländern schicken; wer keine eigene Nachricht verfassen möchte, kann einen vorformulierten Text von der Seite kopieren und versenden.

Auch ruft der VDA zu einer Spende auf, um den Kampf gegen den Wildfangverbot zu finanzieren. Mehrere Tausend Euro sind schon zusammengekommen. Insgesamt möchte der Verband 25.000 Euro für diesen Zweck einsammeln. Auch sammelt der VDA die Namen von Unterstützern über die Internetseite. Hier sind 50.000 das Ziel, derzeit steht der Zähler bei 1.506.