In einem Positionspapier Tierschutz vom 17. Juni fordert die SPD-Bundestagsfraktion die Einführung einer Positivliste für Heim- und Wildtiere, „die in Deutschland legal gehalten werden dürfen“. Der ZZF hat in einem Schreiben an die für Umweltthemen zuständige stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Ute Vogt die Positivliste als ungeeignetes Instrument zur Stärkung des Tier- und Artenschutzes für Heimtiere und als Heimtiere gehaltene Wildtiere abgelehnt und dies in einer ausführlichen Stellungnahme begründet.
Die Einführung einer Positivliste würde die Freiheit von Tierfreunden, eine Tierart auszuwählen, die sie tiergerecht halten können, massiv einschränken, so der ZZF. Es gibt außerdem keinen Beleg, dass die Einführung einer Positivliste den Tierschutz in der Heimtierhaltung fördern könnte. Auch die in den Nachbarländern Belgien und Niederlande eingeführten Positivlisten dienen nicht als positive Beispiele. Gerechte, sinnvolle Kriterien für die Aufnahme in die Positivliste sind schwer aufzustellen. Darüber hinaus droht die Gefahr, dass undifferenzierte Totalverbote von bestimmten Heimtierarten in die illegale, unkontrollierte, zum Teil tierschutzwidrige Anschaffung und Haltung von Tieren führt.
Die vollständige Stellungnahme des ZZF finden Sie hier: