Zum Inhalt springen

Die passende Käfigeinstreu für Kleinsäuger

Zubehör

Das Angebot an Kleintierstreu im Zoofachhandel ist inzwischen sehr vielfältig. Doch welches Produkt ist nun das richtige für Ihre Tiere?

von Dr. Regine Rottmayer

Ein paar Besonderheiten gibt es bei der Auswahl tatsächlich zu beachten, damit Sie Ihren Tieren das perfekte Zuhause bieten können. Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen Einstreuarten, die gut Flüssigkeit aufnehmen können und solchen, die in erster Linie weich polsternd sind. Erstere werden aus hygienischen Gründen verwendet, letztere dienen dazu, den Tieren einen bequemen Boden und Liegeplatz zu bieten.

Kaninchen, Meerschweinchen: Oftmals haben diese Tiere ihre Klo-Ecken im Käfig und Freilauf. Diese empfiehlt es sich auf jeden Fall, mit einer saugenden Einstreu auszustatten. Darüber gehört immer eine ausreichend dicke Schicht weicher Komfort-Streu. So werden Druckstellen und Wunden an den Füßen vermieden. Gibt es keine speziellen Klo-Ecken, spricht auch nichts gegen eine komplette Saug-Schicht unter der weichen Einstreu.

Hamster, Zwerghamster: Diese Tiere graben sehr gern. Sie benötigen eine dicke Schicht aus weicher Streu, in der Tunnel angelegt werden können. Dies gelingt besonders gut, wenn Stroh unter die Einstreu gemischt wird.

Rennmäuse: Sie sind die Grabe-Meister unter den Heimtieren. Für sie gilt dasselbe wie für Hamster und Zwerghamster. Hier darf die Einstreuschicht gerne 20 Zentimeter und höher sein. Wichtig ist, dass die Streu-Kombination stabil genug ist, dass Tunnel und Höhlen gebildet werden können. Grobe Einstreu wie zum Beispiel Strohpellets haben im Rennmaus- und Hamsterkäfig keinen Zweck.

Farbmäuse: Auch sie lieben eine dicke Schicht Komfortstreu. Eventuell kann eine saugende Schicht in den Ecken unter der weichen Streu eingebracht werden, um den Urin aufzunehmen. Gut geruchsbindende Streu ist sinnvoll.

Ratten: Es gibt feine Einstreusorten, die besonders wenig stauben und Gerüche besonders gut aufnehmen. Diese sollten bei Ratten Verwendung finden. Mit Pellets fühlen sich Ratten dagegen nicht so wohl, da diese im Verhältnis zu den kleinen Füßen doch sehr grob sind. Lediglich als Unterstreu können diese verwendet werden.

Zu jeder Einstreu kann ergänzend eine Überstreu verwendet werden, die zum Beispiel Rinden- und Holzstückchen, Blätter oder ähnliches enthält. Dies bietet Abwechslung und Beschäftigung. Die meisten Kleinsäuger sind sehr neugierig und freuen sich darüber.

Spezielle Lösungen gibt es zum Beispiel für kranke und frisch operierte Tiere: Einstreumatten sorgen dafür, dass die Tiere nicht auf zu hartem Untergrund sitzen. Gleichzeitig sind sie hygienisch und verunreinigen keine Wunden.

Ihr Zoofachhändler berät Sie gerne ausführlich, wie sie Ihre Kleintierunterkunft ideal ausstatten.