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Hundezubehör : Fest der Farben

Zubehör

Ruheplätze aus Mangoholz, Kauspielzeug aus Kaffeebaumholz und duftende Decken – neben den Materialaspekten fielen zza-Autorin Nadja Porsch insbesondere die frohe Farbgestaltung des Hunde- und Katzenzubehörs bei ihrem Interzoo-Besuch auf.

Mehrfarbige Halsbänder, Leinen mit kontrastreichen Nähten, poppige Muster auf Geschirren und die Verwendung von Farbnamen wie „Taupe“ und „Darkolive“ anstelle von „Beige“ und „Dunkelgrün“ – die neue Farbigkeit war auf der diesjährigen Interzoo nicht zu übersehen. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte eine große Rolle. In vielen Gesprächen mit Ausstellern wurde der Einsatz solcher Materialien auffallend häufig erwähnt.

Weil das Korbmacherhandwerk allmählich ausstirbt, setzt Aumüller Korbwaren jetzt zusätzlich auf textile Ruheplätze für Hund und Katze. Der Clou dieser aus Formfilz gearbeiteten Katzenhöhle: sie lässt sich teilen. Auch Petlando berichtet, dass die Qualität des Liegens essenziell geworden sei und mittlerweile rund 80 Prozent der Hundebetten in medizinisch-orthopädischer Qualität vertrieben würden. Schließlich werden viele Tiere immer älter. Doch wenn jüngere Hunde bereits auf guten Ruheplätzen zu liegen kommen, hätten diese im Alter weniger Probleme, erläuterte das Unternehmen. Neben Beige und Anthrazit runden Farbtöne wie helles Türkis und dunkles Petrolblau die unifarbenen Liegeflächen ab. Neu ist ein Bezug aus einem Stoff „wie eine Mischung aus Teppich und Sofa“, im Fachgebrauch Chenille genannt. Solche Betten passen perfekt ins Wohnzimmer. Für musterfreudigere Kunden gibt es als Ergänzung selbstentworfene Dessins als Digitaldrucke.

Das französische Fähnchen auf den bunten Leinen von Martin Sellier zeigt: Wir sind „made in France“. Das Markenlogo ist eingeprägt und die Nähte sind mit Liebe zum Detail in verschiedenen Farben abgesteppt. Die bunten kompostierbaren Spielbälle, zu 100 Prozent aus ungiftigem Gummi, halten außerdem die DIN-Norm für Kinder-Spielzeug ein.

„Palopa – Paula loves Pauline“ ist eine Marke der Firma Lässig, ein Familienunternehmen mit langjähriger Erfahrung im Kinderproduktbereich. Das Logo der Marke zeigt ein Herz und erinnert zugleich an eine Hundenase. Die Produkte sind ebenfalls mit Herz und Spürsinn. Die Hip-Bags kommen in vielen modischen Farben. Schöne Details wie Zipperhanger in Neonfarben und auf das Webband farblich abgestimmte Beschläge runden die Taschen für Frauchen ab. Hundenapfunterlagen mit kleinen unregelmäßigen Einschlüssen und als organische Form setzen den matten Keramiknapf mit herausnehmbarem Slow-Feed- Einsatz Ton in Ton in Szene.

Muster, Produkte und Farben, die Freude vermitteln und ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern – so will Fuzzyard verstanden werden. Wie der Halter seine Markentreue über ein auffallendes Logo auf der Kleidung bekennt, kann auch der Vierbeiner ein Hundemarken-Fan werden und den Schriftzug als Statement auf verschiedenen Jäckchen, zum Beispiel in bunten Needle-Punch-Buchstaben, in die Welt tragen. Wie die beliebten Rucksäcke von „Fjällräven“ begeisterten die Fuzzyard-Taschen in kastiger Rechteckform. Ein Blickfang am Stand: die Sisal-Kratzfläche in Vinylschallplattenoptik.

Lex & Max zeigt Möbel, Ruheplätze und Alltagshelfer. Die massiven Ruheplätze im Industrie-Look sind aus Mangoholz. Eine nützliche wasserdichte Abdeckung, eine Art Inkontinenz-Schutzhülle für die Inlays von Ruheplätzen, wird einzeln in hochwertiger Kartonverpackung angeboten. Die Präsentation der Betten wäre sicherlich auch eine Option für den Fachhandel. So können verschiedene Varianten vorbildlich gezeigt werden: Für die Musterliebhaber ein Leo- und ein floraler Look, glatte, abwaschbare Kunstleder in Cognac und Schwarz, eine Chenille-Qualität in Grün, eine kuschlige Teddy-Plüsch-Variante in Creme, rippiger Cord in Beige, ein glattes Gewebe in Anthrazit, ein Plüsch und ein Flausch jeweils in Grau.

Die Verpackung der Futterergänzungsmittel „Fuzzies“ von Johnson Petfood sind aus Papier mit Aroma-Innendeckel aus Aluminium. Neben appetitlichen Farben und Formen gibt es Hinweise zu Weiternutzungsideen der Papierdosen, wie etwa als Stifthalter.

Mit ihrer Marke Laboni hat Friederike Erhorn von Volentis schon einige Designpreise abgeräumt. Eine jacquard-gewebte Hundedecke in weichem Griff mit kleinen Dackeln sowie ein handgeflochtenes Hundebett, welches sie für Luxushotels herstellt, sind zur Inspiration mit auf die Interzoo gekommen. Keine Inspiration mehr, sondern eine vertriebsbereite Produkt-Innovation ist die Geschirr-Leinen-Kombination von Lockness. Sie schützt in sieben Größen vor Hunde-Diebstahl.

Christopher Onthank von Dog Gone Smart entwickelt seine Produkte aus Stoffen mit Spezialfunktionen. Seine „Itchy Witchy“-Linie duftet sehr angenehm, denn es sind mikroverkapselte ätherische Öle eingebunden, die 20 Wäschen lang halten sollen. Die „Chill Kuzzy“-Produkte arbeiten mit einer Infrarottechnologie, die das generelle Wohlbefinden des Tieres unterstützen soll.

Die Marke „District 70“ wird in Deutschland von Waramako vertrieben. Auf der Messe fielen dort puristische Kratzmöbel in Schwarz-Weiß auf. Ein Stahlstandfuß und eine Liegefläche aus Filz mit farblich passender Sisalsäule sind in diesem Produkt verbaut.

Die Max & Molly-Produkte von Michael Reisers Marke für urbane Heimtiere kommt üblicherweise in poppig bunten Farben und hoher Qualität daher. Die neue Produktlinie überrascht mit Einfarbigkeit und dezent aufgeprägtem Muster – allerdings alles farblich aufeinander abgestimmt von Ober- und Futtermaterial über Reißverschlüsse bis zum Gummilabel.

Die Rundleinen- und Halsbänder aus komfortablem Tau in frischen Farbtönen mit kontrastierenden Nähten verleihen einer neuen Hunter-Produktlinie einen ganz besonderen Look. Hier zeigt sich Handwerkskunst und die Liebe zum Detail durch die gewählten Beschläge und geprägtem Ledertag.

Ein Thema, das fast alle Tierhalter irgendwann einmal betrifft, das aber im Fachhandel kaum eine Rolle spielt: Erica Messer und ihr Unternehmen Wolfies Wish zeigten in der Start-up-Zone Kondolenzkarten für Menschen, die ihr Heim- tier verloren haben. Eine Geste des Mitgefühls hilft, durch emotionale Ausnahmesituationen hindurchzukommen. Auch für Unternehmen hilfreich, um mit langjährigen Kunden auch nach dem Tod des Tieres zu kommunizieren. Nadja Porsch