Poopy Cat heißt die neue Katzentoilette, die auch den Haltern mehr Komfort bieten will. Durch das wöchentliche Austauschen, der aus recycelter Pappe bestehenden Boxen, samt des saugfähigen Streus aus Kiefernfasern, sei lästiges Putzen passé. Poopy Cat ist die biologisch abbaubare Alternative zu gewöhnlichen Katzenklos und überzeugt nicht nur durch die praktische Anwendung, sondern auch mit einem witzigen Design. Nach dem schnellen Aufbau der Box ist diese durch das integrierte Streu sofort einsatzbereit. Das Streu besteht aus Kiefernholzfasern, die aus Abfällen bei der Holzproduktion gewonnen werden und ist laut Hersteller extrem saugfähig. Beim Kontakt mit Urin zerfallen die Holzfasern zu einem feinen Sand, der sich am Boden sammelt. Größere Hinterlassenschaften trocknen Dank des Streus schneller aus, wodurch unangenehme Gerüche vermieden werden. Die mitgelieferte Pappschaufel hilft bei der hygienischen Entsorgung der Häufchen. Nach einer Woche Einsatz wird die Katzentoilette ausgetauscht und direkt über den Bio-Müll entsorgt. Poopy Cat ist im Viererpack erhältlich. Für überzeugte Benutzer bietet das Unternehmen ein praktisches Abo-System an, das das Katzenklo monatlich liefert.
Die Idee für Poopy Cat entstand 2012, als der Unternehmensgründer Thomas Vles sein Kätzchen beim Geschäft in einem Sack Katzenstreu ertappte. Dabei wurde ihm bewusst, dass Katzen nicht ihr Katzenklo an sich als stilles Örtchen erachten, sondern das Streu selbst. Gemeinsam mit Rick Passenier setzten die beiden Jungunternehmer 2013 ihre Geschäftsidee um. Mit einem witzigen Musikvideo wird das Produkt im Internet beworben.
Kurzinterview:
Auffallen mit verrücktem Marketing
Eine gute Idee zu haben ist das eine, sie erfolgreich umzusetzen eine ganz andere Sache. zza sprach mit dem Gründer Thomas Vles über sein Start-up, sein Marketingkonzept und seine Zukunftspläne.
zza: Was hat Sie bewogen Ihre Geschäftsidee in die Tat umzusetzen – schließlich ist der Markt für Katzenstreu schon sehr gut besetzt?
Thomas Vles: Als Brancheneinsteiger haben wir den Markt genauestens studiert. Der Katzenstreumarkt ist offensichtlich sehr eng, aber wir sehen für eine junge, hippe Marke mit einer smarten Idee trotzdem einen Platz. Wir haben unsere Vision in einen konkreten Nutzen übersetzt und wir werden unsere Produkte kontinuierlich weiterentwickeln mit dem Fokus auf Nachhal- tigkeit, Bequemlichkeit und Spaß. Etwas Platz muss im Markt verfügbar sein: Poopy Cat ist nämlich bereits in sieben Ländern – inklusive Japan.
Wie wollen Sie Ihr Produkt vermarkten?
Wir machen manche Dinge anders. Wir werden sicherlich nicht in der Werbepause eines Fußballspiels auftauchen. Unsere erste Werbecampagne war ein Videoclip der Katzenband „The Poopy Cat Dolls“, der sich viral verbreitete und dann sogar im amerikanischen, japanischen und niederländischen Fernsehen gezeigt wurde. Das Poopy Cat XXL-Experiment bewies, dass sogar große Katzen, wie z. B. Löwen, solch eine Katzenstreu-Box nutzen würden. Diesen Sommer startete unser Pop-up Poopy Cat Café mit mehr als 1.000 Besucher am Eröffnungstag. Wenngleich wir nicht genau sagen können, woran wir als nächstes arbeiten, hat unser neues Büro ein spezielles Studio, um verrückte Katzeninhalte zu produzieren. Behalten Sie unsere Social Media-Kanäle im Auge, um zu sehen, wie wir weiterhin auf unsere Marke aufmerksam machen.
Wie waren die ersten Reaktionen?
Die Leute mögen das Konzept. Wir machen uns mit Produkten bemerkbar, die eine der weniger geschätzten Aufgaben der Katzenhaltung lösen. Vor unserem Start haben wir Talkrunden mit Branchenexperten arrangiert. Genau wie die Endverbraucher, hat auch einer der Experten das Potenzial des Produktes erkannt und ist nun einer unserer Gesellschafter. Nach dem Start haben wir auch noch viel gelernt: sowohl von zufriedenen als auch unzufriedenen Kunden. Das half, die Produkte zu perfektionieren.
Welche Ziele streben Sie an?
Mit einer positiven Haltung gegenüber coolen, innovativen Produkten und einer stabilen Wirtschaft ist Deutschland für uns der wichtigste Markt in Europa. Wir erwarten nicht, dass wir den gesamten Markt mit unserer Einweg-Katzentoilette erobern. Das Produkt ist vielmehr unser Luxus-Concept-Car, das sich mit einem verrückten Marketing abhebt. Zum Jahresbeginn 2015 werden wir weitere neue Produkte für Katzenhalter herausbringen. Insgesamt wollen wir unseren Bekanntheitsgrad steigern und nachhaltig wachsen.