Pünktlich zum Frühling wird der Geschlechtstrieb der Kaninchen geweckt. Sollte man zeugungsfähige Männchen und Weibchen in einem Gehege halten, werden die geschlechtsreifen Tiere vermutlich für Nachwuchs sorgen. Ist das nicht erwünscht, ist es allerhöchste Zeit den Tierarzt aufzusuchen. Sollten Sie Nachwuchs wollen, bedenken Sie vorher, ob Sie alle Tiere auch langfristig und tiergerecht unterbringen oder in wirklich gute Hände abgeben können.
Die wichtigste Voraussetzung bei der Verpaarung von Kaninchen ist, dass Männchen und Weibchen gesund sind. Daher empfiehlt der ZZF, nur gesunde Kaninchenpaare Babys bekommen zu lassen, so dass z.B. keine Zahnschäden oder die Anfälligkeit für Parasiten weiter vererbt werden. Zudem sollten Sie sich vor der Geburt der Babys Gedanken machen, wie es danach weiter geht.
In der Tragezeit braucht das Kaninchen besonders viel Grünfutter
Ist das Kaninchenweibchen tatsächlich schwanger, hat es eine Tragezeit von rund einem Monat. Es hat nun einen erhöhten Bedarf an Vitaminen, Eiweiß und Mineralien. Daher braucht es jetzt besonders viel Grünfutter. Zudem sollte man kohlenhydrathaltiges Trocken- und Knollengemüse verfüttern. Eiweiße und Mineralien stecken in Trockenkräutern.
Sollten Sie langfristig vorhaben ein Paar Kaninchen zusammen zu halten, müssen Sie bedenken, dass die Weibchen im Schnitt pro Jahr 6- bis 10-mal werfen und je nach Rasse und Größe ist es möglich, dass bis zu zehn Junge geboren werden. Wird hier nicht rechtzeitig eingegriffen, kann die Vermehrung der Kaninchen schnell außer Kontrolle geraten. Sollten Sie sich also nur einmal Nachwuchs wünschen, trennen Sie die Eltern direkt nach dem Geschlechtsakt, denn bereits nach wenigen Stunden ist die Kaninchendame empfänglich für ein weiteres Mal.