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Tipps zum Frühjahrsbeginn : Balkone katzensicher machen

Im Frühling zieht es nicht nur Menschen verstärkt hinaus ins Freie. Auch viele Vierbeiner genießen es, die wiedererwachende Natur zu entdecken und an sonnigen Plätzchen ein Nickerchen zu machen.

Für Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, kann der Balkon eine wertvolle Möglichkeit sein, ebenfalls Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Allerdings sollte er vorher unbedingt katzensicher gemacht werden. Was alles dazu gehört, erklärt Franziska Obert von der Agila Haustierversicherung.

Achtung, Sturzgefahr!

Katzen sind von Natur aus Kletterkünstler und verfügen über erstaunliche Fähigkeiten in puncto Balance und Orientierung im Raum. Dass sie deshalb immer sicher auf allen vier Pfoten landen, ist jedoch ein Mythos. „Schwere Verletzungen können selbst bei Stürzen aus relativ geringer Höhe entstehen“, weiß Franziska Obert. „Deshalb gehört jeder Balkon, auf dem sich Katzen bewegen, entsprechend gesichert.“

Eine gute Möglichkeit hierfür sind spezielle Katzennetze, denn sie lassen den Blick nach draußen frei und können mithilfe von Teleskopstangen sogar ohne Bohren angebracht werden. „Wichtig ist neben der stabilen Anbringung, dass die Maschengröße maximal vier Zentimeter beträgt und dass das Netz mindestens zwei Meter, bei überdachten Balkonen am besten bis zur Decke hoch gespannt wird“, ergänzt die Agila Expertin.

Sturzgefahr droht Katzen aber auch durch kippelnde Möbel und andere Gegenstände. Alles, worauf der Vierbeiner herumturnen könnte, sollte deshalb kippsicher stehen oder fest irgendwo angebracht werden, inklusive der Balkonkästen.

Gefährliches Grünzeug

Bunte Blumen, duftende Kräuter oder selbstgezogenes Gemüse auf dem Balkon sind gerade für Menschen ohne eigenen Garten reizvoll. Wer sich den Outdoorraum mit einer oder mehreren Katzen teilt, sollte bei der Auswahl der Pflanzen jedoch darauf achten, dass nichts potenziell Giftiges in den Blumentöpfen und -kästen landet.

„Leider enthalten auch viele Frühlingsklassiker hochwirksame Giftstoffe, die Katzen gefährlich werden können“, erklärt Franziska Obert. „Dazu gehören zum Beispiel Osterglocken, Maiglöckchen, Hyazinthen und Tulpen. Auch Begonien, Efeu und Oleander stellen erhebliche Gefahrenquellen dar.“

Selbstverständlich sollten auch keine Düngemittel oder gar Schädlingsbekämpfungsmittel auf dem Balkon verwendet oder gelagert werden. Unbedenkliche  Alternativen zu Osterglocken, Oleander und Co. sind zum Beispiel Margeriten und Gänseblümchen, Lavendel, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen sowie Bambus.

Vom Balkon zum Katzenparadies

Ist der Balkon ausreichend gesichert, steht der Katzen-Freiluftsaison nichts mehr im Wege. Noch spannender wird es für die Vierbeiner, wenn ihre Menschen ein paar besonders katzenfreundliche Elemente integrieren.

Viele Katzen lieben es, von einem erhöhten Platz aus in die Ferne zu schauen und freuen sich deshalb über weiter oben angebrachte Liegeplätze. Wetterfeste Kratzbäume und Kuschelhöhlen sorgen einerseits für Spaß und Abwechselung, andererseits für gemütliche Rückzugsmöglichkeiten. Wer die Möglichkeit hat, kann einen Kletterparcours an der Wand anbringen oder eine Hängematte spannen. Kleine kulinarische Highlights bieten Katzengras oder Katzenminze.

„Mit ein wenig Fantasie kann der Balkon zum regelrechten Katzenparadies werden“, fasst Franziska Obert zusammen. „Wenn nun noch dafür gesorgt ist, dass der Vierbeiner im Sommer auch draußen ein schattiges Plätzchen findet und bei Bedarf jederzeit in den Schutz der Wohnung zurückkehren kann, kann das Outdoorvergnügen beginnen.“