01/15 - Der Entwurf für das neue EU-Tierschutzgesetz befindet sich derzeit in der Abstimmungsphase zwischen Europäischem Rat, EU-Parlament und EU-Kommission. Mitglieder des EU-Parlaments fordern in ihrer Stellungnahme zu diesem Gesetzentwurf eine Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen in Europa. Gechipte und registrierte Tiere können einem Halter zugeordnet werden. Damit soll ein rechtliches Instrument geschaffen werden, um Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier zu verringern, die Bekämpfung des illegalen Welpenhandels zu erleichtern und das Aussetzen von Hunden und Katzen zu erschweren. Dieser Vorschlag wird von Tierschutzorganisationen einhellig begrüßt. Kritisiert wird jedoch, dass im Entwurf der EU-Kommission streunende Heimtiere als Wildtiere definiert werden. Dies steht laut Marlene Wartenberg, Leiterin des Europabüros von Vier Pfoten in Brüssel, im krassem Gegensatz zur grundlegenden wissenschaftlichen Unterscheidung zwischen Wildtieren und domestizierten Tieren und wäre zudem eine Verschlechterung des Rechtsschutzes für diese Tiere.
Geplant : EU-weite Chip- und Registrierpflicht für Hunde und Katzen
| ZZA Redaktion
Künftig sollen alle Hunde und Katzen in Europa gechipt und registriert werden.