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Hunde vor giftigen Pflanzen schützen

Hunde haben einen natürlichen Instinkt, der sie vor giftigen Pflanzen schützt. Dennoch kann es passieren, dass der Vierbeiner mal eine „verbotene“ Pflanze aufnimmt, auch weil der natürliche Instinkt in der Regel nicht vor fremdländischen Giftpflanzen schützt. Deswegen sollte man etwa im eigenen Garten bestimmte Pflanzen meiden und beim Futter auf Experimente verzichten.

von Dr. Rolf Spangenberg

Die Natur ist keineswegs nur fürsorglich und gesundheitsfördernd für Mensch und Tier. Eine ganze Reihe von Giftpflanzen bedroht die Gesundheit, wenn sie unbeabsichtigt aufgenommen werden. Dabei kommt es aber immer auf die Menge an.

Beispielsweise ist der Fingerhut (Digitalis) gefährlich giftig, in geringer Menge aber ein wertvolles Arzneimittel. Nahezu alle giftigen Substanzen werden in homöopathischer Verdünnung als Medikamente geschätzt. Aber: Arzneimittel sind ebenfalls immer als Gift zu betrachten und sollten nur bei einer Erkrankung eingenommen werden. Denn auch Arzneimittel können zu Krankmachern werden, wenn ein gesunder Mensch oder ein gesundes Tier sie nehmen würden.

Im Garten auf giftige Pflanzen verzichten

Hunde schützt ihr Instinkt fast immer – aber eben nicht hundertprozentig – davor Giftpflanzen zu fressen, wenn sie frei umherstreifen und stöbern können. An der Leine könnten sie aber aus reiner Neugier und in Eile, vor dem Wegziehen, schnell Pflanzen oder Früchte aufnehmen, die ihnen schaden.

Auch im eigenen Garten, in dem sie sich langweilen, könnten sie an Giftträger kommen und daran knabbern. Zu denken ist dabei beispielsweise an Nadeln oder Früchte von den hochgradig giftigen Eiben. Hundehalter sollten daher prüfen, ob in ihrem Garten Giftpflanzen wachsen. Eine wertvolle Hilfe sind dabei Bücher wie „Giftpflanzen - Gifttiere: Merkmale, Giftwirkung, Erste Hilfe“ von Horst Altmann oder „Pflanzen für Heimtiere: Gut oder giftig?“ von Marlies Busch.

Nichts für Hunde: Knoblauch, Schokolade und Weintrauben

Doch auch im Futter, das den Hunden in bester Absicht gereicht wird, können sich giftige Pflanzen oder Pflanzenteile verbergen. Dazu zählt zum Beispiel Knoblauch, der für Hunde giftig ist und keineswegs vor Zecken oder anderem Ungeziefer schützt. Alle Zwiebeln sind giftig, ebenso wie Avocados. Auch der beliebte „Leckerbissen“ Schokolade, den Hunde manchmal gerne fressen, schadet dem Tier. Ganz merkwürdig und kaum zu erklären: Weintrauben sind für Hunde giftig, sie verursachen Nierenschäden.

Gut geschützt ist der Vierbeiner, wenn er ausschließlich bewährtes Futter bekommt. Auf keinen Fall auf den Speiseplan gehören Leckerbissen, die zwar Menschen gut schmecken, den Vierbeinern aber eindeutig schaden! Die Natur kann man nicht giftfrei machen, wohl aber den eigenen Garten vor Giftpflanzen säubern.