Schildkröten sind sensible Tiere mit einem starken Bewegungsbedürfnis. Daher benötigen sie ein großes und reich strukturiertes Terrarium. Für Jungtiere lässt sich das relativ leicht einrichten, doch wenn die Schildkröten ihre endgültige Größe erreicht haben, wird es kritisch. Der Auslauf im Wohnbereich ist keine gute Alternative. Am Fußboden zieht es eigentlich immer und der harte Untergrund eines Balkons kann zu Scheuerverletzungen am Panzer führen. Daher sind sie im Garten weit besser aufgehoben. Dabei ist folgendes zu beachten:
Ein wichtiger Punkt ist die Wärme. In ihrer Heimat sind die Wetterbedingungen wesentlich günstiger als bei uns in Deutschland, mit der Sonne wird dort nicht gegeizt. Im Garten muss man ihnen daher eine "Wärmeecke" einrichten, in der sie sich bei kaltem oder regnerischem Wetter aufwärmen können. Recht gut eignet sich dafür ein überdachtes Frühbeet mit freiem Zugang, sehr gut ist auch ein kleines Gewächshaus, das gern aufgesucht wird. Geradezu luxuriös wäre ein Unterschlupf mit Wärmelampe (UV-Strahler), die bei Bedarf oder automatisch eingeschaltet wird.
Schildkröten graben gern, daher muss die Begrenzung einerseits hoch genug, andererseits etwa 40 cm tief in den Boden eingelassen werden. Der Auslauf soll gut strukturiert sein, mit Sandflächen, Rasen und ungiftigen Pflanzen, auch Hügel sind willkommen. Es hängt von der Umgebung ab, ob man seine Anlage vor Raubfeinden (Hunden, Katzen, Mardern, Greifvögeln) schützen muss. Und nicht zuletzt sollte die Gestaltung eines Geheges auch einen ästhetisch befriedigenden Anblick bieten.