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Verletzung beim Hund: Kreuzbandriss

Liegender Hund
Wenn Gehen plötzlich schwerfällt: Auch Hunde können sich einen Kreuzbandriss zuziehen.

Von Fußballern kennt man es ja: ein derber Rempler, ein böser Fall und dann ist es passiert - Kreuzbandriss! Doch nicht nur bei Sportlern kommt die Verletzung vor. Auch Hunde ziehen sich schon mal einen Kreuzbandriss zu. Dann stehen Tierfreunde vor der Frage: Den Vierbeiner operieren oder lieber nicht?

von Dr. Rolf Spangenberg

Nicht selten kommt es vor, dass Hunde sich das Kreuzband reißen. Oft sind davon die nicht mehr ganz jungen und meist großen und kräftige Hunde betroffen. Manchmal ohne erkennbaren äußeren Anlass gehen die Tiere plötzlich an einem Hinterbein schwer lahm und haben offensichtlich Schmerzen. Die Diagnose wird vom Tierarzt gestellt, der Ihnen auch Behandlungsvorschläge machen wird.

Wie konnte es dazu kommen? Entgegen früheren Ansichten ist meistens nicht eine sportliche Überforderung des Hundes schuld. Die Kreuzbänder im Knie degenerieren im Laufe des Lebens und irgendwann kommt es zum Riss.

Operieren oder konservative Behandlung?

Da taucht die Frage auf, ob man den Kreuzbandriss operieren lassen soll oder eine konservative Behandlung vorzieht. Da ist in erster Linie der Rat des Tierarztes gefragt, entscheidend ist seine Erfahrung und die Kondition des Patienten. Wenn OP: welche Methode? Sollten Sie mit dem Tierarzt darüber diskutieren, sei gesagt, dass es derzeit etwa 50 (!) verschiedene Methoden gibt. Welche ist die Beste? Zweifellos die, die der betreffende Chirurg beherrscht und die er schon oft genug durchgeführt hat.

Der Vorteil des operativen Vorgehens: die Heilung erfolgt relativ schnell und der Hund kann bei glücklichem Ausgang auch bald wieder sportliche Aktivitäten mitmachen.

Schonung und Physiotherapie

Die konservative Behandlung besteht im Wesentlichen in wochenlanger Schonung und – wie auch bei operativem Vorgehen - in kompetenter Physiotherapie. Die beruht auf sinnvoller Bewegung, gekonnter Massage und - wenn möglich – in mehrfachem Training auf einem Unterwasser-Laufband. Das dauert – wie bei Menschen – leider recht lange, belastet den Hund aber wenig und macht ihm teilweise sogar Spaß.

Wer also einen älteren großen Hund pflegt, sollte wissen, dass der Vierbeiner möglicherweise ein Kreuzbandrisses erleidet. Bei plötzlich auftretender Lahmheit muss man immer daran denken. Bitte keine Zeit mit gut gemeinten Behandlungsversuchen vergeuden. Die Diagnose und vor allem Behandlung gehört in die Hände eines erfahrenen Tierarztes!