Die gerade mal circa 0,25 mm großen, orangefarbenen, sechsbeinigen Larven befallen vor allem Körperstellen, an denen die Haut sehr dünn ist. Mit bloßem Auge sieht man sie kaum, doch einmal eingefangen, machen sie sich durch heftigen Juckreiz bemerkbar.
Aber woher weiß man, ob die Vierbeiner von so einer Milbe befallen wurden? Erkennen lässt sich ein Befall mit Herbstgrasmilben, wenn das Fell kahle Stellen aufweist, die trocken und schuppig sind oder auch wenn orangefarbene Ablagerungen zu sehen sind. Zudem kratzt und leckt sich das Tier immer wieder sehr massiv.
Wie Zecken: Milben heften sich an der Haut fest
Erwachsene Milben leben im Boden, doch die Larven, die im Herbst schlüpfen, halten sich zunächst auf Gräsern und Sträuchern auf. Hier warten sie auf die Gelegenheit, sich ähnlich wie Zecken an der Haut vorbeikommender Säugetiere festzuheften.
Ist das passiert, ritzt sich die Larve mit einem Haken durch die Haut seines Opfers und löst die darunterliegende Hautschicht mit Hilfe eines Speichelsekrets auf. Die dadurch entstandene Flüssigkeit saugt sie als Nahrung auf und löst durch ihr Speichelsekret den Juckreiz aus. Die Maden siedeln sich beim Vierbeiner häufig zwischen den Zehen, am Bauch, am Hals, an den Ohren oder in den Innenschenkeln an.
Nicht immer eine Behandlung nötig
Es muss nicht jedes Heimtier mit Herbstgrasmilben-Befall behandelt werden, denn außer dem von ihnen erzeugten sehr starken Juckreiz schädigen sie das Tier nicht. In der Regel verschwinden die Larven nach zwei bis drei Tagen von selbst. Kommt es jedoch zu den bereits erwähnten Hautveränderungen und kratzt sich das Tier immerzu, ist Abhilfe nötig.
Hierfür eignen sich Shampoos mit antiparasitären Wirkstoffen. Sind die Symptome nur auf wenige Stellen begrenzt, kann man den Juckreiz seines Tieres durch das Auftragen von entzündungshemmenden Arzneimitteln lindern. In manchen Fällen hilft jedoch nur noch eine Behandlung mit juckreizstillenden Tabletten oder Injektionen. Wenden Sie sich dafür direkt an den Tierarzt.