Fehlt die Unterwolle, friert der Hund
Klar: Nicht jeder Hund benötigt eine wärmende Jacke. Nordische Rassen wie der Husky oder Alaskan Malamute beispielsweise fühlen sich bei winterlicher Kälte erst richtig wohl. Sinnvoll ist Kleidung für Hunderassen, die keine Unterwolle haben. Egal ob sie kurzes Fell haben, wie Dalmatiner und Boxer, oder langes wie der Papillon. Aber auch Welpen und Junghunde, deren Fell die volle Schutzwirkung noch nicht ausgebildet hat, Hunde mit wenig Unterhautfett (Windhunde) sowie kranke Hunde und Hunde-Senioren können wetterfeste Kleidung gut gebrauchen. Kurzbeinige Hunderassen werden am Bauch schnell nass und benötigen einen „Unterbodenschutz“ um Blasen- und Nierenentzündungen vorzubeugen. Beim Hundesport hält die Kleidung die Muskulatur der Sportler in den Pausen warm.
Funktionalität vor modischem Chic
Aber welche Eigenschaften sollte der Wetterschutz haben? Behr rät: „Die Bekleidung sollte gut passen und darf weder auf der Haut reiben, noch den Hund in seiner Bewegungsfreiheit behindern.“ Bei kleinen Hunden sollte neben dem Rücken auch der Bauch bedeckt sein. Zudem sollte das Material strapazierfähig, atmungsaktiv, wind- und wasserdicht, weich und waschbar sein. Und das Futter der Kleidung darf sich nicht statisch aufladen.
Modische Aspekte sollten bei der Kleiderwahl, wenn überhaupt, nur eine nachrangige Rolle spielen. Viel wichtiger ist es, dass der Mantel oder die Jacke leicht anzulegen und mit verstellbaren Klett- und Klippverschlüssen zu fixieren ist.
„Wenn sich ein Hund mit Kleidung normal bewegt und freudig spazieren geht, beziehungsweise wenn ein Hund, der bislang ungern bei Kälte oder feuchtkalter Witterung rausgehen wollte, mit Bekleidung der Aufforderung zum Spaziergang gerne folgt, kann man davon ausgehen, dass sich das Tier mit seiner Bekleidung auch wohlfühlt“, sagt Behr. (Quelle: IVH)