Katzen können in menschlicher Obhut erstaunlich alt werden: 20 Jahre und mehr sind heutzutage keine Seltenheit. In freier Natur würde einer alternden Katze jedoch der Hungertod drohen. Die Glieder werden steif, die Ohren hören schlechter und die Sehkraft der Augen lässt nach. Das Tier ist nicht mehr in der Lage, ihrer Beute nachzujagen.
Wie kann man den Samtpfoten das Altern erleichtern? Betagte Katzen benötigen mehr Ruhe als jüngere. Deshalb sollen Katzenhalter ihnen ausreichend Schlafpausen gönnen und sie vor störendem Kinderlärm, spielfreudigen Jungkatzen oder gar umhertollenden Hunden bewahren. Spiele und Schmuseeinheiten sollten weniger aufregend und anstrengend als früher sein. Im Alter lässt außerdem die Verdauungsleistung der Katzen nach, sie verlieren daher mehr Gewicht. Das ist zwar kein Anzeichen für eine Krankheit, dennoch sollte die Ernährung behutsam umgestellt werden. Die Nahrung muss energiereicher werden. Dafür bietet der Handel spezielles Seniorenfutter an. Die Schmackhaftigkeit des Futters kann allgemein durch den Zusatz von Fetten (Butter, Schmalz - kein Pflanzenöl!) erhöht werden.
Im Alter leiden Katzen zunehmend unter Gelenkproblemen, meist in Form der chronischen Gelenkentzündung, Arthrose. Diese ist zwar sehr schmerzhaft, doch kann man Katzen - im Gegensatz zu Hunden - ihr Leiden kaum ansehen. Sie liegen deutlich mehr als früher, springen nicht gern auf erhöhte Ruheplätze und haben einen herabgesetzten Appetit. Nur ein Tierarzt kann die Arthrose diagnostizieren und behandeln. Es ist aber einfacher und unkomplizierter, seine ältere Katze "auf Verdacht" mit einem der modernen, gut verträglichen Mittel vom Tierarzt zu versorgen. Durch die regelmäßige Einnahme blühen manche Tiere regelrecht auf. Nun von ihren chronischen Schmerzen befreit, bekommen sie wieder mehr Appetit, springen herum und scheinen um Jahre verjüngt.