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Zoonosen bei Heimtieren

Natürlich gehen die wichtigsten und schlimmsten Infektionen von Mensch zu Mensch über, man denke nur an den Schnupfen bis zu Aids! Doch auch Tiere können Krankheiten übertragen, jeder kennt die Rolle der immer tödlichen Tollwut, die heutzutage in Deutschland glücklicherweise nicht mehr auftritt. Doch – von Hunden und Katzen einmal abgesehen – welche Infektionen können von den bekannten Heimtieren ausgehen?

In Lehrbüchern ist von vielen exotischen Virusinfektionen der Mäuse und Ratten die Rede, doch bei den gepflegten Tieren des Zoofachhandels spielen sie praktisch keine Rolle. Erwähnen könnte man die „Hamstergrippe“ – lymphozytäre Choriomeningitis (LCM) – eine Hirnhautentzündung junger Hamster, die bei denen meist folgenlos und ohne Behandlung ausheilt. Sie kann auch auf den Menschen übergehen und gefährdet Schwangere, weil sie Fruchtschädigungen verursachen kann. Man kann ihr mit einfachsten hygienischen Maßnahmen (Händewaschen!) vorbeugen.

Händewaschen kann vorbeugen

Reptilien beherbergen nicht selten Salmonellenarten, doch kaum solche, die bei Menschen krankmachend wirken würden. Immerhin, man sollte vorsichtig sein und nach Kontakt mit ihrem Kot gründlich die Hände waschen.

Bei Ziervögeln hat man die gefährliche Papageienkrankheit (Psittakose) inzwischen im Griff. Die verschiedenen Atemwegserkrankungen der Vogelhalter, die man als Reaktion auf den Federstaub zurückführte, haben als Ursache ergeben, dass es sich um starke Raucher (!) handelte.

Fischtuberkulose kommt selten vor

Aquarianer leben gefährlich, doch nicht wegen der selten vorkommenden Fischtuberkulose, die beim Menschen eine Hauterkrankung verursacht. Ernste Zwischenfälle kommen bei Basteleien an den elektrischen Anlagen zustande!

Generell lässt sich also sagen, dass das Leben mit Heimtieren mehr Vorteile als gesundheitliche Nachteile bietet.

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