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32 BRANCHENBERICHT
Mehr als ein „nettes Projekt“
Fünf Jahre nach der Gründung zieht das Berliner Start-up Strayz eine positive Bilanz:
Neben dem eigenen Onlineshop ist das Unternehmen inzwischen in über 3.000
Verkaufsstellen im stationären Handel vertreten. Von Frauen gegründet hat Strayz
zusätzlich eine soziale Komponente und wird deshalb gerne unterschätzt.
Mit dem Gedanken nicht nur wirt-
schaftlich erfolgreich zu sein, sondern
auch etwas für den Tierschutz zu tun,
ist das Berliner Unternehmen Strayz
gestartet. Bis Ende Februar 2026
dürfte das Petfood-Unternehmen
knapp 900.000 Euro an 17 nationale
und internationale Tierschutzvereine
gespendet haben. Ermöglicht wurde
dies über den Verkauf von Bio-Hunde-
und Katzenfutter.
Was heute als wirtschaftlich trag -
fähiges Geschäftsmodell gilt, wurde
lange nicht als solches wahrgenom-
men, erinnern sich die Strayz-Gründe-
rinnen Madeline Metzsch und Saskia te
Kaat in ihrer Pressemitteilung. Strayz
sei häufig als „nettes Projekt“
beschrieben worden, verbunden mit
der Frage, was die Gründerinnen
eigentlich nebenbei arbeiten. „Diese
Frage begleitet uns seit der Grün-
dung“, sagt Co-Gründerin und Co-CEO
Madeline Metzsch. „Wenn Frauen
Unternehmen mit sozialem Anspruch
aufbauen, werden sie oft nicht als
Unternehmerinnen gesehen, sondern
als Idealistinnen. Dass wir heute profi-
tabel sind und in tausenden Verkaufs-
stellen vertreten, zeigt, wie falsch
diese Annahme war.“
Gegründet wurde die Firma 2021
von drei ehemaligen Kolleginnen nach
einer Crowdfunding-Kampagne auf
Startnext. Seit Mai 2025 führen Made-
line Metzsch und Saskia te Kaat das
Unternehmen als Doppelspitze. Mit
dem Einstieg eines erfahrenen COO im
Oktober 2025 wurde die operative
Struktur weiter gestärkt. Das Team
besteht heute aus acht Mitarbei -
tenden.
Neben dem eigenen Onlineshop ist
das Unternehmen inzwischen in über
3.000 Verkaufsstellen im stationären
Handel vertreten, darunter Rossmann,
Budni, Denn’s Biomarkt, Fressnapf, Zoo-
royal und online bei Zooplus. In wirt-
schaftlich herausfordernden Zeiten
verstehe sich der Futtermittelhersteller
als verlässlicher Partner für Tierschutz-
vereine, die mit steigenden Kosten und
sinkenden Spenden konfrontiert seien,
so das Unternehmen. „Dass wir unse-
ren Impact gerade jetzt ausbauen
konnten, verstehen wir als Zeichen von
Stolz auf das bisher Erreichte: Strayz-Gründerinnen
Saskia te Kaat (l.) und Madeline Metzsch.
zza. 4/2026

