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Interview : Die Zukunft der Heimtierhaltung in Europa

Die Europäische Union nimmt zunehmend Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Heimtierhaltung und des Heimtierhandels. Welche Herausforderungen kommen auf die Heimtierbranche zu?

Neue Regelungen zu Tierwohl, Rückverfolgbarkeit von Tieren oder Verbraucherschutz wirken sich unmittelbar auf Zoofachhändler, Hersteller, Züchter und weitere Akteure der Branche aus. EU-weite Vorgaben schaffen einen gemeinsamen Rechtsrahmen, der hohe Standards für den Tierschutz fördern, den grenzüberschreitenden Handel transparenter gestalten und faire Wettbewerbsbedingungen innerhalb des europäischen Binnenmarktes gewährleisten soll.

Mit der wachsenden Bedeutung europäischer Gesetzgebung gewinnt auch die Interessenvertretung der Heimtierbranche auf EU-Ebene an Gewicht. Die 1990 gegründete European Pet Organization (EPO) setzt sich gegenüber den europäischen Institutionen für die Belange der Heimtierbranche und eine verantwortungsvolle Heimtierhaltung ein.

Welche Herausforderungen kommen auf die Heimtierbranche zu? Auf der Interzoo 2026 sprachen im englischsprachigen Interview Svein Fossa, Präsident der EPO und Biologe mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Heimtierbranche, sowie Nathalie Gamain, Generalsekretärin der EPO und Expertin für EU-Politik, über die aktuellen politischen Entwicklungen in Europa. Themen sind unter anderem neue EU-Regelungen zur Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen, Tierwohlstandards, die Diskussion um Positivlisten, der Transport von Heimtieren sowie weitere Gesetzesvorhaben, die die Branche in den kommenden Jahren maßgeblich prägen könnten.