In einzelnen Supermärkten in Deutschland und weiteren europäischen Ländern wurden über das Internet erreichbare Steuerungssysteme von Kühlanlagen von unbefugten Dritten manipuliert. Das teilte kürzlich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit. Daraufhin hat das BSI eine Cybersicherheitsempfehlung veröffentlicht, in der die wichtigsten technischen Maßnahmen beschrieben sind. Es handele sich dabei um leicht umsetzbare Maßnahmen, die das Risiko solcher Angriffe erheblich reduzieren können.
Der zza fragte bei mehreren Zoofachhandelsketten nach, ob deren Tiefkühlgeräte für Barf- oder Frostfutter von den Vorfällen betroffen waren. Nach aktuellen Informationen gab es keine Probleme. „In unseren Kölle Zoo-Märkten gab es im Zusammenhang mit den aktuell bekannt gewordenen Manipulationen keine Ausfälle. Die Sicherheit unserer IT-Systeme ist für uns ein wichtiges Thema – nicht erst seit den aktuellen Vorfällen. Um unsere Kühl- und Klimaanlagen sowie weitere technische Steuerungssysteme vor unbefugten Zugriffen zu schützen, setzen wir auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Dazu gehört unter anderem, dass unsere Steuerungssysteme strikt vom Internet getrennt sind. Unsere Schutzmaßnahmen überprüfen wir regelmäßig und passen sie bei Bedarf an neue Bedrohungen an“, sagte IT-Leiter Michael Dipper von der Kölle Zoo-Gesellschaft MP Services.
Auch Zooma-Geschäftsführers Adin Mulaimovic konnte bestätigen: „Glücklicherweise ist nach aktuellem Stand keiner unserer Märkte betroffen. Die standardmäßig eingesetzten Tiefkühlgeräte sind nicht mit dem Internet verbunden und können daher nicht von außen angesteuert werden. Beim optionalen Temp-Control-System werden ausschließlich Temperaturwerte übertragen. Ein Zugriff auf die Temperatursteuerung ist darüber nicht möglich. Unabhängig davon sensibilisieren wir unsere Märkte dafür, vernetzte Geräte konsequent gegen externe Zugriffe abzusichern.“
Futterhaus-Pressesprecherin Nadine Giese-Schulz äußerte sich ähnnlich: „Unser Unternehmen war von diesen Vorfällen nicht betroffen. In unseren Märkten setzen wir auf autark betriebene Kühlsysteme, die von externen Netzwerken getrennt sind. Informationssicherheit hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir investieren kontinuierlich in die Sicherheit und Weiterentwicklung unserer IT-Systeme und setzen auf geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.“
Der Sagaflor sind von ihren Partnern ebenfalls keine Fälle gemeldet worden.