Etwa 44 Prozent vom Gesamtumsatz machten pharmazeutische Spezialitäten aus, etwa Präparate zur Schmerzkontrolle und gegen Haut- oder Herz-Kreislauferkrankungen. Das teilte der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) kürzlich mit. Mit rund 254 Millionen Euro kamen Impfstoffe auf einen Anteil von etwa 24 Prozent, Antiparasitika auf gut 18 Prozent und Antiinfektiva auf rund 13 Prozent.
Das Marktwachstum wurde laut BfT getragen durch die Entwicklungen in der Prävention, besonders im Nutztiersegment. Einfluss nahm die Seuchensituation im Rinderbereich. Pferdehalter zeigten sich sensibel gegenüber dem zunehmenden Vorkommen des West-Nil-Virus. Insgesamt gestiegene Kosten der Pferdehaltung wirken sich jedoch dämpfend auf das Pferdesegment aus.
Stabile Vorbeugung
Die regelmäßige Gesundheitsvorbeuge und Fürsorge, insbesondere für das ältere Heimtier, trugen wesentlich zur Entwicklung im Kleintiersegment bei. Krankheitsvorbeuge durch Impfung und regelmäßige Parasitenkontrolle zeigten sich stabil.
Die Entwicklung des Antiinfektiva-Segmentes weise darauf hin, dass in der veterinärmedizinischen Versorgung die Prinzipien der verantwortungsvollen Anwendung mit etablierten Anwendungsvorgaben und kontinuierlichem Monitoring tief verankert sind, so der BfT.
In 2025 hätten Schwierigkeiten des Bezugs von Ausgangsstoffen von Lieferanten außerhalb Europas die Liefersituation in den verschiedenen Segmenten beeinträchtigt, heißt es in der BfT-Pressemitteilung.